Diese Schule wird abgerissen und dann passiert erstmal gar nichts

Die Juri-Gagarin-Schule steht vor dem Abriss.
Die Juri-Gagarin-Schule steht vor dem Abriss.  © Kristin Schmidt

Zwickau - Eine der bekanntesten Schulen Zwickaus ist jetzt Geschichte: Im Stadtteil Eckersbach wird die "Juri-Gagarin-Schule" abgerissen. 250.000 Euro kostet das, Zwickau muss dank Fördergeldern nur ein Zehntel davon selbst bezahlen.

Doch genau an diesem Punkt ist der Haken an der Geschichte. Weil Fördergelder fließen, darf die Schulfläche zehn (!) Jahre nicht bebaut werden.

So schreibt es das Fördergesetz vor. Was also tun mit der stattlichen Fläche von 22.513 Quadratmetern? "Wir werden erst einmal Rasen säen", sagt Mirko Richtsteiger (51) vom Hochbauamt. Anschließend sei die Fläche zur Bebauung vorgesehen.

Konkrete Pläne gibt es noch nicht, "Das Grundstück befindet sich in einem Wohngebiet. Danach sind Wohngebäude, Läden, Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Schank- und Speisewirtschaften, sonstige Gewerbebetriebe, Geschäfts- und Bürogebäude sowie Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke zulässig", sagt Stadtsprecher Mathias Merz (47).

Und Juri Gagarin? An den zu DDR-Zeiten groß gefeierten Helden der Sowjetunion erinnert dann in Zwickau nichts mehr. "Eine anderweitige Ehrung ist nicht vorgesehen", so Merz.

Aber: In Eckersbach gibt es ja immerhin noch die Kosmonautenstraße und den Wostokweg - benannt nach Gagarins Raumschiff.


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