Plünderung von Kindergräbern: Stadt lässt Eltern hilflos zurück

Von Kindergräbern auf dem Hauptfriedhof in Zwickau wurden schon oft Blumen, Schmuck und Spielzeug gestohlen.
Von Kindergräbern auf dem Hauptfriedhof in Zwickau wurden schon oft Blumen, Schmuck und Spielzeug gestohlen.  © Uwe Meinhold

Zwickau - Die Grabräuber auf dem Zwickauer Friedhof (TAG24 berichtete) - wann legen Polizei und Stadt ihnen endlich das Handwerk? Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (61, SPD) hat die Friedhofsmitarbeiter angewiesen, die betroffenen Kindergräber noch stärker im Blick zu behalten.

Ebenso soll mit zusätzlichen Aushängen auf dem Friedhof jeder Besucher gebeten werden, aufmerksamer zu beobachten und bei Verdacht der Friedhofsverwaltung Meldung zu machen. In den letzten Wochen waren auf dem Zwickauer Friedhof immer wieder Kindergräber geplündert worden.

Der Forderung der betroffenen Eltern, die Tore des Friedhofes abends zu verschließen, erteilte die Stadt unterdessen eine Absage. "Ein generelles Verschließen der Friedhöfe für den täglichen Betrieb mit den zahlreichen Besuchern ist nicht umzusetzen", so Stadtsprecherin Heike Reinke. Ebenso sei aus Datenschutzgründe keine Video-Überwachung des Friedhofes möglich.

Auch beim Thema zusätzlicher Sicherheitsdienst wiegelt die Stadt ab. "Eine vollumfängliche Überwachung der Friedhöfe ist auch mit externem Sicherheitspersonal nicht umzusetzen."

Titelfoto: Uwe Meinhold


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