Training eskaliert: Polizei findet "blutüberströmte" Männer nach Massenschlägerei
Stade - Dieser Streit eskalierte: Zwei Männergruppen sind an einer Sporthalle in Stade (Niedersachsen) am Freitagabend aufeinander losgegangen. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt - einige sogar schwer.
Wie die Polizei mitteilte, sind am Freitag gegen 21.55 Uhr mehrere Notrufe eingegangen. Die Anrufer berichteten, dass vor der Berufsbildenden Schule eine Auseinandersetzung stattgefunden haben soll.
An der BBS 3 in der Glückstädter Straße sollten demnach 40 bis 50 Leute mit Messern und Schlagstöcken aufeinander losgegangen sein. Bei den Beteiligten handle es sich laut Polizeiangaben um Männer im Alter zwischen 20 und 36 Jahren.
Daraufhin habe die Polizei nach eigenen Angaben einen Großeinsatz ausgelöst. Insgesamt wurden 16 Streifenwagen losgeschickt. Auch 30 Bereitschaftspolizisten aus Lüneburg seien alarmiert worden.
Vor der Schule konnten die Polizisten mehrere Personen antreffen, einige von ihnen trugen laut Polizeiangaben "blutüberströmte Kleidung". Zwei Autos mit mehreren Personen sollen vor dem Eintreffen der Beamten geflüchtet sein. Ein weiterer Wagen mit Flüchtigen konnte von den Einsatzkräften gestoppt werden.
Die Insassen erklärten den Beamten, dass sich noch weitere Verletzte hinter der Sporthalle aufhielten. Auch dort fanden die Polizisten zum Teil "blutüberströmte" Männer vor.
Polizeistreifen nach Massenschlägerei vor Krankenhäusern postiert
Sechs Rettungswagen und zwei Notärzte wurden alarmiert. Da es laut Polizei auch Meldungen über schussähnliche Geräusche gab, richteten die Beamten einen sicheren Bereich vor Ort ein. Die Verletzten wurden darin behandelt und anschließend in Krankenhäuser eingeliefert.
Als die Polizisten die Umgebung nach weiteren Verletzten oder Tatbeteiligten absuchten, fanden die Einsatzkräfte Schlaggegenstände. Messer, andere Waffen oder Patronenhülsen seien nicht gefunden worden.
Kurz nach dem Vorfall suchten einige Männer selbstständig Krankenhäuser in Stade und Buxtehude auf. Um weitere Streitigkeiten zu verhindern, wurden mehrere Streifenwagen an den Krankenhäusern postiert.
Auslöser der Schlägerei soll ein vorheriger Streit in der Sporthalle gewesen sein. Nach Angaben der Polizei sollen die Gruppen vorher beim Fußballtraining in einem Wortgefecht aneinandergeraten sein. Daraufhin habe einer der Beteiligten Pfefferspray eingesetzt, wobei sich der Streit nach draußen verlagerte.
Titelfoto: Bildmontage: Jens Kalaene/dpa, Tobias Hase/dpa

