Brandanschlag auf Synagoge: Ermittler geben entsetzliche Aussagen von Täter bekannt

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Von Oliver Auster

Düsseldorf - Rund drei Wochen nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben die Ermittler neue Details veröffentlicht.

Die Polizei sicherte nach dem Vorfall zahlreiche Spuren auf der Treppe der Synagoge.
Die Polizei sicherte nach dem Vorfall zahlreiche Spuren auf der Treppe der Synagoge.  © Christoph Petersen/dpa

Demnach deutete der Verdächtige (37) bei seiner Festnahme mit dem Kopf in Richtung der jüdischen Einrichtung und sagte: "Ich hasse die" und "Ich wollte das anzünden". Das geht aus einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags hervor.

Laut dem Bericht des Innenministers Herbert Reul (74, CDU) hatte der 37-jährige Afghane drei Plastikbeutel mit Brandbeschleuniger dabei.

Er warf zunächst zwei der Beutel gegen die Fassade eines Cafés, das Teil der Synagoge ist. Die Beutel prallten jedoch ab. Daraufhin habe der Verdächtige den dritten Beutel aufgerissen, den Inhalt vor der Eingangstür des Cafés verteilt und mit einem Feuerzeug angezündet.

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Die Polizei, die auf der anderen Seite der Synagoge dauerhaft Wache hält, wurde von Mitarbeitenden alarmiert. Die Beamten nahmen den 37-Jährigen wenige Meter vom Tatort entfernt fest, er kam einen Tag später in Untersuchungshaft.

Nach seinen spontanen Aussagen bei der Festnahme hat sich der Verdächtige laut dem Bericht nicht mehr geäußert. 

Extremistische Verbindungen nicht nachweisbar

"Verbindungen in extremistische oder sonstige antisemitische Strukturen oder ein Kontakt zu islamistischen Organisationen, Influencern oder Websites konnten ebenfalls nicht festgestellt werden", heißt es in dem Papier für den Landtag.

Der Mann habe zwei Einträge im Strafregister: 2021 sei er wegen eines Drogenkaufs zu einer Geldstrafe verurteilt worden, 2025 wegen Bedrohung.

Titelfoto: Christoph Petersen/dpa

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