Explosion in Wohnhaus: Schwarzpulver geht hoch, fünf Verletzte
Von Miriam Schmidt, Jonas Reihl
Kirchhundem - Bei einer mutmaßlichen Verpuffung von Schwarzpulver im Keller eines Wohnhauses im Sauerland (NRW) am Sonntag sind fünf Menschen verletzt worden.
Eine Person wurde mit Verbrennungen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, vier Menschen in umliegende Kliniken gebracht, wie eine Polizeisprecherin sagte.
Die Polizei ging nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass in dem Haus in Kirchhundem im Kreis Olpe Schwarzpulver gelagert worden sei. Es sei dann zu einer Explosion oder Verpuffung gekommen, bei der mehrere Menschen verletzt wurden.
Wie der WDR berichtet, befindet sich das Wohnhaus in der Nähe eines Schützenfestes. Dort soll während des Umzugs auch ein sogenannter "Böllerklub" unterwegs gewesen sein, der der Tradition gemäß dafür zuständig war, laute Salutschüsse mithilfe von Schwarzpulver abzufeuern.
Dem Bericht zufolge soll eines der Mitglieder des Klubs in dem Wohnhaus leben, in dem es zur Explosion kam. Zudem soll es direkt nach der Explosion nach Angaben von Zeugen stark nach Schwarzpulver gerochen haben.
Ursache für Explosion noch unklar
Wegen der unklaren Lage betraten die Einsatzkräfte das Haus nach Polizeiangaben zunächst nicht. Experten des Kampfmittelräumdienstes waren am Abend auf dem Weg zum Einsatzort.
Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar, auch zum Alter und zur Identität der fünf Verletzten konnte die Polizei keine Angaben machen.
Titelfoto: Berthold Stamm/dpa
