Von Frederick Mersi, Frank Christiansen
Köln - Bundesweit nimmt die Zahl der Berufspendler zu, die zur Arbeit in die großen Städte fahren. Mehrere NRW-Großstädte haben in der jüngsten Pendler-Statistik allerdings Rückgänge zu verzeichnen.
Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.
So sank die Zahl der täglichen Pendler in Düsseldorf im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 1700 oder 0,6 Prozent. Weniger Pendler fuhren auch nach Wuppertal (-200 oder -0,4 Prozent). Den stärksten prozentualen Rückgang erfuhr Neuss (-2,3 Prozent oder -1300).
Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete Münster mit 2,9 Prozent oder 2800 zusätzlichen Pendlern. In Köln stieg die Pendlerzahl um 2900 oder 0,9 Prozent. Essen verzeichnet mit 300 oder 0,2 Prozent ein leichtes Plus, Dortmund mit 1800 oder 1,5 Prozent ein stärkeres. Mönchengladbach legte um 900 Pendler oder 1,9 Prozent vergleichsweise stark zu.
Bundesweit arbeiteten demnach 20,64 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte außerhalb ihres Wohnorts - rund 50.000 mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil lag bei 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In die 80 deutschen Großstädte pendelten 7,02 Millionen Menschen ein. Das war knapp die Hälfte der dort Beschäftigten.
Über zwei Millionen Beschäftigte pendeln mehr als 100 Kilometer zum Arbeitsort
Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg lag bundesweit bei 17,3 Kilometern. Im Vorjahr waren es 17,2 Kilometer. Für 7,29 Millionen Pendlerinnen und Pendler lag die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort bei mehr als 30 Kilometern. 4,10 Millionen legten mehr als 50 Kilometer zurück, 2,39 Millionen mehr als 100 Kilometer.
Die Auswertung basiert auf den Wohn- und Arbeitsorten sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zum 30. Juni 2025. Beschäftigte mit Wohnsitz im Ausland sind nicht enthalten. Die Daten geben laut BBSR weder Auskunft darüber, wie häufig Beschäftigte tatsächlich zu ihrem Arbeitsort fahren, noch darüber, welches Verkehrsmittel sie nutzen.