Premiere bei NRW-Staatspreis: Auszeichnung geht an ganzes Volk

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Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf - Ein Preis für rund 69 Millionen Menschen: Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 geht zum 80. Geburtstag des Bundeslandes an das Volk des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.

Der NRW-Staatspreis geht im Jubiläumsjahr an Großbritannien.
Der NRW-Staatspreis geht im Jubiläumsjahr an Großbritannien.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

NRW würdige damit die besondere historische Verbindung mit Großbritannien, die mit der Gründung des Landes durch die britische Militärregierung im Jahr 1946 begann, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der höchsten Auszeichnung des Landes solle demnach auch der Beitrag der Menschen gewürdigt werden, die die Verbindung in den vergangenen 80 Jahren mit Leben gefüllt haben. Der Preis werde im weiteren Verlauf des Jubiläumsjahres verliehen, hieß es.

Offen ist noch, an wen Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) den erstmals an ein Volk gehenden Staatspreis stellvertretend überreichen wird.

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Der britische Premierminister Andy Burnham (56) erklärte: "Mit großer Freude begrüße ich die Ankündigung, dass der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 an die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland verliehen wird, um den 80. Jahrestag der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen zu würdigen."

Burnham ist am Donnerstag zu Besuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) in Berlin.

Wann und an wen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) den Preis verleihen wird, ist noch unklar.
Wann und an wen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) den Preis verleihen wird, ist noch unklar.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Darum haben NRW und Großbritannien eine besondere Verbindung

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham (56) freut sich über die Auszeichnung.
Großbritanniens Premierminister Andy Burnham (56) freut sich über die Auszeichnung.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Nordrhein-Westfalen und Großbritannien verbinde eine ganz besondere gemeinsame Geschichte, erklärte Wüst. "Aus dem, was damals als politische Entscheidung begann, ist über die Jahrzehnte eine enge Freundschaft zwischen unseren Ländern und vor allem zwischen den Menschen entstanden."

Gut ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs verband die britische Militärregierung am 23. August 1946 im Rahmen der "Operation Marriage" (Operation Hochzeit) die damaligen Provinzen Nordrhein und Westfalen. Ein Jahr darauf folgte das Land Lippe. 

Britische Soldatinnen und Soldaten sowie ihre Familien gehörten über viele Jahrzehnte zum Alltag in NRW. Heute leben rund 16.000 Britinnen und Briten in NRW. Es gibt mehr als 350 Schul- und Städtepartnerschaften sowie rund 1800 britische Unternehmen.

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"Der Brexit hat die politischen Beziehungen verändert, aber nicht unsere tiefe Freundschaft", betonte Wüst. 

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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