Von Helge Toben
Köln/Düsseldorf - Die Halloween-Nacht hat die Polizei landesweit in Atem gehalten. Vor allem in Köln gab es Gruppen, die randalierend durch die Stadt zogen. Müllcontainer wurden in Brand gesetzt, Pyrotechnik und Glasflaschen auf Einsatz- und Rettungskräfte geworfen. Auch Feuerwehrleute wurden bei Löscharbeiten attackiert.
Mehrere Menschen kamen in Gewahrsam. 23 Polizisten wurden verletzt, wie die Polizei Köln berichtete.
Vergleichbare Ausschreitungen gab es ansonsten in Nordrhein-Westfalen nicht. Viele Polizeibehörden berichteten aber von zahlreichen Einsätzen unter anderem wegen Körperverletzungen und Böller-Explosionen.
In Düsseldorf zog die Polizei trotz vieler Einsätze eine positive Bilanz. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, hieß es in einer Mitteilung.
Allerdings habe man sich verstärkt mit Körperverletzungen, Streitigkeiten, randalierenden Personen und Menschen in hilflosen Situationen befassen müssen.
Jugendlicher rennt mit Kettensäge durch die Stadt
In Viersen erschreckte laut Polizei ein 13-Jähriger mit einer Kettensäge die Menschen. Das Gerät hatte zwar keine Kette, aber der Motor war eingeschaltet. Die Kettensäge wurde bis zum nächsten Tag sichergestellt.
Insgesamt zog Polizeidirektor Stefan Neugebauer für den Kreis Viersen ein positives Fazit der Halloween-Nacht: "Die große und sichtbare Polizeipräsenz, vor allem in der Innenstadt von Viersen, hat sicherlich zu dem insgesamt friedlichen Verlauf beigetragen. Größere Randale hat es jedenfalls nicht gegeben."