RKI schockt mit neuen Zahlen: So viele Todesopfer forderte die Hitze in NRW bis dato

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Bereits mehr als 3000 Menschen sind wegen der hohen Temperaturen in diesem Jahr nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Nordrhein-Westfalen gestorben.

Laut Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in NRW in diesem Jahr bereits mehr als 3000 Hitzetote zu verzeichnen.  © Daniel Karmann/dpa

Für die zweite Augustwoche geht das RKI von einem Anstieg um etwa 270 auf 3130 Hitzetote im bevölkerungsreichsten Bundesland aus.

Der jüngste Wochenbericht enthält Daten bis zum 16. August. Bundesweit stieg die Zahl der geschätzten Hitzetoten um 1800 auf 15.800.

Die geschätzte Zahl der Hitzetoten in NRW ist in diesem Jahr bereits seit Wochen höher als in jedem einzelnen Jahr zuvor seit 2016. Der bisherige Höchstwert der vergangenen zehn Jahre in NRW wurde 2018 erreicht.

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Damals starben aufgrund der hohen Temperaturen nach Angaben des RKI 2260 Menschen.

Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr geht laut RKI auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es zu Temperaturen um die 40 Grad kam.

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Altersgruppe ab 75 Jahren statistisch besonders gefährdet

Bei einem Hitzeschlag führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod eines Menschen. (Symbolfoto)  © Hannes P Albert/dpa

Nach den jüngsten Daten geht das Institut rechnerisch in NRW von 17,4 Hitzetoten pro 100.000 Einwohner bis dahin in diesem Jahr aus. Dieser Wert liegt unter dem bundesweiten Durchschnittswert von 19,0.

Im Saarland ist dieser Wert mit 52,6 am höchsten und in Schleswig-Holstein mit 2,4 am niedrigsten.

In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod führt, wie das RKI in seinen Berichten erläutert.

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Der größte Anteil hitzebedingter Sterbefälle entfällt bundesweit auf die Altersgruppen ab 75 Jahren.

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