Schließungswelle bei Kodi: Für diese 19 Filialen gibt es keine Zukunft
Von Christian Rothenberg
Oberhausen - Der Discounter Kodi ist insolvent. Nun stehen weitere Filialschließungen in NRW an.
Insgesamt sollen 19 der derzeit 144 Geschäfte in Deutschland aufgegeben werden. Für 56 weitere Filialen ist die Zukunft noch offen. Nur 69 Standorte gelten aktuell als gesichert.
Betroffen sind ausschließlich Filialen in Nordrhein-Westfalen. Sie befinden sich in Ahaus, Alpen, Bochum-Drehscheibe, Duisburg-Rumeln, Düsseldorf-Oberbilk, Emmerich, Essen-Kupferdreh, Essen-Steele, Gelsenkirchen-Buer, Jülich, Kleve, Königswinter, Mönchengladbach-Wickrath, Selfkant-Tüddern, Siegburg, Solingen, Wuppertal-Vohwinkel, Wuppertal-Barmen II und Zülpich.
Für die betroffenen Geschäfte sieht Kodi wirtschaftlich keine Perspektive. Dort soll nun der Räumungsverkauf starten.
Wann die einzelnen Filialen endgültig schließen, steht noch nicht fest. Auch wie viele Mitarbeiter betroffen sind, teilte das Unternehmen bislang nicht mit.
Erneute Krise zwingt Kodi zum Sparen
Hintergrund ist die schwierige Lage des Unternehmens. Kodi hatte im Juli ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Dabei bleibt die Geschäftsführung im Amt und versucht, das Unternehmen selbst zu sanieren.
Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren durchlaufen. Damals schrumpfte das Filialnetz von rund 240 auf etwa 150 Geschäfte, mehr als 500 Mitarbeiter verloren ihren Job. Nun steht erneut eine Verkleinerung bevor.
Titelfoto: Wolf von Dewitz/dpa
