Weeze (Nordrhein-Westfalen) - Sturmtief "Luise" fegt über Deutschland hinweg. Ein Windrad in NRW konnte den stürmischen Böen nicht standhalten.
In der Nacht ist in Wemb, einem Ortsteil von Weeze, unweit der niederländisch-deutschen Ländergrenze ein 70-Meter-hohes Windrad umgestürzt. Nur der Sockel erinnert noch an den Ort, wo das Windrad einmal ursprünglich stand.
In einem Interview mit dem WDR erklärte ein Sprecher des Ordnungsamtes, dass angenommen wird, dass das Windrad "zwischen drei und vier Uhr" eingestürzt ist.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Zudem betonte der Sprecher dass noch überprüft werden muss, ob eventuell Öl oder andere Betriebsflüssigkeiten ausgetreten sind. Das könnte fatale Folgen für die Natur und das Feld haben, auf dem das Windrad – oder das, was von ihm noch übrig ist – im Moment liegt.
Laut dem Ordnungsamt wird das Windrad auch noch für die nächsten Tage dort liegen bleiben
Umgeknicktes Windrad war rund 20 Jahre alt
Noch ist unklar, warum genau das Windrad umgeknickt ist. Klar ist: zum Zeitpunkt des Unfalls wütete der Herbststurm "Luise", doch normalerweise haben Windräder eine integrierte Schutzfunktion vor besonders starken Winden. So drehen sich Windräder bei besonders heftigen Böen aus der Windrichtung, in die sogenannte Fahnenstellung.
Allerdings ist es möglich, dass das umgeknickte Windrad aufgrund seines Alters diese Funktion noch gar nicht besaß und somit dem Wind schutzlos ausgeliefert war.