E-Scooter, Reifen, Fahrräder, Schiffstaue: Niedrige Pegelstände bringen jahrealten Müll im Rhein zum Vorschein

Von Philipp Rahn

Mainz - Die niedrigen Pegelstände am Rhein bringen Müllbestände zum Vorschein, die teils über Jahrzehnte im Wasser lagen.

Ein großer Reifen steckt im Rhein bei Bingen. Durch das Niedrigwasser kommt immer mehr Müll zum Vorschein.  © Boris Rössler/dpa

Mit dem extremen Niedrigwasser kämen aktuell vor allem sehr große Gegenstände an die Oberfläche, sagte Mirjam Schenke von der Organisation "RhineCleanUp" der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

"RhineCleanUp" organisiert seit 2018 Müllsammel- und Aufräumaktionen an den Ufern von Flüssen. Aktuell würden Partnerorganisationen und einzelne Gruppen der Initiative in den vom Niedrigwasser freigelegten Flussböden Müll sammeln, berichtete Schenke.

In den vom Niedrigwasser freigelegten Bereichen zeigten sich demnach etwa E-Scooter, Fahrräder oder Reifen der unterschiedlichsten Fahrzeugkategorien, vom Fahrrad bis zum Lastwagen.

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Auch Schiffstaue und Metallschrott seien gefunden worden. "Bei einem normalen zweistündigen CleanUp sammelt man durchschnittlich bis zu 200 Kilo", so Schenke.

Eine Partnerorganisation habe in Düsseldorf im Vergleich am vergangenen Samstag über anderthalb Tonnen Müll aus dem Flussbett entfernt.

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Normalerweise lässt sich der auf einer Rheininsel stehende Mäuseturm in Bingen nicht zu Fuß erreichen.  © Boris Rösser/dpa

Bundesweiter Aufräumtag am 12. September

"RhineCleanUp" stecke momentan mitten in den Vorbereitungen für den bundesweiten Aufräumtag am 12. September. Eine deutschlandweite Sondersammelaktion aufgrund des Niedrigwassers werde es deshalb wohl nicht geben.

"Wobei wir leider davon ausgehen, dass an unserem Aktionstag der Pegelstand immer noch niedrig sein wird, schaut man sich die Wetterprognose an", sagt Schenke.

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