Künstler-Gagen, Chaos und Klima: Wie geht es mit dem Rock-Duo am Ring und im Park weiter

Von Alina Grünky

Nürburg/Nürnberg - Steigende Kosten in vielen Bereichen sieht der Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park als aktuell größte Herausforderung für die Zwillingsfestivals in Rheinland-Pfalz und Bayern.

Ein Name wie frisch foliert: Veranstalter Matt Schwarz sieht sich großen Herausforderungen.  © Thomas Rabsch/dpa

"Die enorme Kostendynamik in der Live-Branche - allen voran bei den Künstlergagen", hob Matt Schwarz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dabei besonders hervor.

Schwarz ist Geschäftsführer von PRK Dreamhaus und Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park.

Die Gagen-Erwartungen internationaler Top-Acts seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, sagte Schwarz.

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Zudem setzten viele große Acts stärker auf eigene Stadion- und Arena-Tourneen. Das mache das Festival-Booking anspruchsvoller und kostspieliger.

Trotz der Kosten wolle der Veranstalter weiter in Line-up, Produktion, Infrastruktur und Service investieren.

Zugleich müsse auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. "Unser Maßstab ist simpel: Am Sonntagabend sollen unsere Gäste sagen, dieses Wochenende war jeden Euro wert", sagte Schwarz.

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Auch Klima ein Thema: Vorbereitung auf Wetterextreme

Doppelte Beschallung: Von 4. bis 6. Juni finden im kommenden Jahr die Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park statt.  © Thomas Frey/dpa

Auch Kritik an Besucherzahlen, Sanitäranlagen und Ticketpreisen nach dem diesjährigen Festival nehme man ernst. Nach jedem Festival würden Feedback, Besucherströme und Abläufe analysiert, sagte Schwarz.

Bei rund 90.000 Menschen könnten sich Wege zu bestimmten Zeiten füllen und Sanitärbereiche stark ausgelastet sein. Solche Punkte wolle man gezielt angehen.

"Unsere Gäste investieren viel Geld und drei Tage ihrer Zeit in Rock am Ring", sagte Schwarz. "Dafür müssen wir ihnen ein außergewöhnlich gutes Wochenende bieten. An diesem Anspruch lassen wir uns messen."

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Auch zunehmende Wetterextreme stellten die Veranstalter vor Herausforderungen. Man bereite sich mit Wettermonitoring, Sicherheitskonzepten und Infrastruktur vor und arbeite eng mit Meteorologen, Behörden und Sicherheitsdiensten zusammen, sagte Schwarz.

Trotz des Klimawandels sieht der Veranstalter derzeit keinen Grund, den angestammten Termin grundsätzlich infrage zu stellen. Das erste Juniwochenende gehöre seit Jahrzehnten zu Rock am Ring und biete weiterhin gute Voraussetzungen. "Diesen Termin wollen wir auch langfristig erfolgreich gestalten", sagte Schwarz.

Livestreams und neue Technologien sieht Schwarz nicht als Konkurrenz zum Festival. Rock am Ring werde jedes Jahr live übertragen und erreiche Millionen Menschen zu Hause. Für manche sei das der Erstkontakt mit dem Festival und könne die Lust auf einen Besuch steigern.

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