War es eine Windböe? Zwei Menschen auf Volksfest von herabgestürztem Gestell schwer verletzt
Von Michael Bauer
Nastätten - Beim Herabstürzen eines Metallgestells im Norden von Rheinland-Pfalz sind nach Angaben der Polizei am Freitagnachmittag zwei Besucher eines Volksfestes schwer verletzt worden. Einer von ihnen wurde demnach nach einem Wiederbelebungsversuch mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Das Gestell wurde nach Einschätzung der Ermittler vermutlich von einer starken Windböe umgeweht. Bei dem Gerät handelt es sich um eine sogenannte Traverse - eine Art quer verlaufender Träger aus Metall, an dem ein Werbebanner aufgehängt war.
Das Teil habe sich am Zugang zu dem Oktobermarkt befunden, der derzeit in der Stadt im Rhein-Lahn-Kreis gefeiert wird, berichtete die Polizei. Nähere Einzelheiten zum genauen Hergang und zur möglichen Ursache wurden zunächst nicht bekannt.
Der Festbetrieb wurde nach dem Unfall, der sich gegen 16.30 Uhr ereignete, unterbrochen.
Am Samstagvormittag soll der Oktobermarkt nach derzeitigem Stand fortgesetzt werden, wie Vertreter der Stadt erklärten.
Wetterdienst warnte vor starken Sturmböen
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Dazu sollen Spuren gesichert und Zeugen befragt werden. Für eventuell traumatisierte Menschen wird eine psychologische Beratung angeboten.
Nastätten liegt im Taunus in der Nähe der Grenze zu Hessen. Der Deutsche Wetterdienst hatte für das Mittelgebirge und andere Gebiete in Rheinland-Pfalz und Hessen vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 75 Kilometern pro Stunde gewarnt.
Titelfoto: Stefan Sauer/dpa
