"Aus tiefer Sorge um unser Land": CDU-Mann spendet 10.000 Euro an die AfD

Stendal - Eklat in der CDU! Ein Parteimitglied gibt in einem offenen Brief zu, 10.000 Euro an die gesichert rechtsextremistische AfD gespendet zu haben - und nennt seine Gründe.

CDU-Mitglied Bernd Prange (59) spendete 10.000 Euro an die AfD.  © Focke Strangmann/dpa

Bernd Prange (CDU, 59), Kreistagsmitglied in Stendal und Bürgermeister der Ortschaft Altmärkische Höhe, erklärt seine Beweggründe in einem Brandbrief, der der Volksstimme (VS) vorliegt.

"Aus tiefer Sorge um unser Land" habe er in den vergangenen Wochen zweimal 5000 Euro an die sachsen-anhaltische AfD gespendet.

Prange sehe seine konservativen Werte bei den Christdemokraten immer weniger vertreten. "Stattdessen erlebe ich eine Partei, die sich Schritt für Schritt nach links bewegt, ihre Brandmauer zur AfD immer höher zieht und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften akzeptiert oder sogar forciert", zitiert ihn das Blatt.

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Der 59-Jährige äußerte in dem Schreiben seine Sorge, dass das Land Sachsen-Anhalt und seine Partei "an die Linken verraten oder verkauft" werden würde.

"Ich wünsche mir, dass die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt so stark wird, dass sie alleine regieren kann", so der Ortsbürgermeister.

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Nach 10.000-Euro-Spende: CDU-Landesverband will Konsequenzen prüfen

Prange erhofft sich eine Alleinregierung der Rechtsaußen-Partei.  © Daniel Karmann/dpa

Von einer Rechtsaußen-Regierung erhofft sich Prange demnach, dass die "CDU endlich aufwacht", "die Brandmauer fällt", die Partei sich "gegen den Linkskurs wehrt" und "Friedrich Merz abgesetzt wird".

In seinem Brandbrief erklärt Bernd Prange, dass die Zusammenarbeit mit der AfD im Kreistag Stendal gut und konstruktiv funktionieren würde und man so "linke Initiativen abwenden" konnte.

Schlussendlich ruft er in dem Schreiben weitere Konservative dazu auf, die gesichert rechtsextremistische AfD zu wählen. Auf eine Rückfrage der VS, ob Prange aus der CDU austreten will, soll er salopp gesagt haben: "Das ist nicht mein Thema."

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Die CDU Sachsen-Anhalt bestätigte am Mittwochabend, mögliche Konsequenzen gegen den 59-Jährigen zu prüfen. Würde sich eine solche Spende bestätigen, hätte dies parteirechtliche Konsequenzen, hieß es.

Der Vorfall soll bei der nächsten Sitzung im CDU-Kreisvorstand Stendal Thema sein.

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