Nach Foto mit AfD-Spitzenkandidat: Jetzt wehren sich die Feuerwehrleute

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Egeln - Nach dem umstrittenen Besuch mehrerer Feuerwehrleute an einem AfD-Stand in Egeln (Salzlandkreis) melden sich nun zwei der beteiligten Kameraden selbst zu Wort.

Die Feuerwehrkameraden hätten laut eigenen Aussagen lediglich ihre Einsatzhosen und verschmutzte Shirts getragen.
Die Feuerwehrkameraden hätten laut eigenen Aussagen lediglich ihre Einsatzhosen und verschmutzte Shirts getragen.  © Screenshot/YouTube/weichreite

Die Feuerwehrleute hatten sich am 7. August nach einem Einsatz mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) fotografieren lassen. Dabei waren sie teilweise in Einsatzkleidung unterwegs, auch ein Feuerwehrwagen stand vor Ort.

Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr (54, Unabhängige Wählergemeinschaft Egeln) hatte den Auftritt anschließend scharf kritisiert und mögliche Konsequenzen angekündigt.

Gegenüber BILD wehren sich nun zwei der beteiligten Feuerwehrleute gegen die Vorwürfe. Ihre Namen wollen sie wegen der möglichen Konsequenzen nicht öffentlich nennen.

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"Wir werden jetzt an den Pranger gestellt. Wofür?", fragen die Männer. Nach ihrer Darstellung sei der Einsatz bereits beendet gewesen. Eine komplette Uniform hätten die meisten ebenfalls nicht mehr getragen.

Stattdessen seien viele lediglich in Einsatzhose und verschmutzten Shirts unterwegs gewesen.

Auch das gemeinsame Foto mit Siegmund sehen die Feuerwehrleute nicht als politische Botschaft. Sie hätten lediglich ein Erinnerungsfoto mit dem Spitzenkandidaten machen wollen.

Einer der beiden Kameraden wirft den Kritikern zudem Doppelmoral vor. Während die Feuerwehrleute in Egeln wegen des Fotos Ärger bekämen, seien gemeinsame Wahlkampftermine anderer Politiker mit Feuerwehren kein Problem.

Feuerwehrleute wollten sich eigentlich nur ein Eis holen

Laut den Einsatzkräften war die Begegnung mit Ulrich Siegmund (35, r.) nicht geplant. Sie wollten sich in der Innenstadt lediglich nur ein Eis holen.
Laut den Einsatzkräften war die Begegnung mit Ulrich Siegmund (35, r.) nicht geplant. Sie wollten sich in der Innenstadt lediglich nur ein Eis holen.  © Screenshot/YouTube/weichreite

Als Beispiel nennt er Ministerpräsident Sven Schulze (47). Der CDU-Politiker habe im Wahlkampf eine Feuerwehr in Dessau-Roßlau besucht und sich dort unter anderem auf einer Drehleiter fotografieren lassen.

Rückendeckung bekommen die Männer von Ortswehrleiter Michael Rommel (52). Dieser hatte bereits erklärt, dass hinter dem Besuch keine politische Absicht gesteckt habe.

Die Feuerwehrleute seien nach einem Einsatz lediglich auf dem Marktplatz gewesen, um sich ein Eis zu holen. Dort sei Siegmund auf die Gruppe zugekommen. Die Freiwillige Feuerwehr Egeln sei nicht parteiisch und helfe jedem Menschen, betonte Rommel.

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Rommel kündigte zudem an, die Verantwortung für den Vorfall übernehmen und mögliche Konsequenzen tragen zu wollen. Der 52-Jährige ist seit 2023 Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Egeln.

Ob es tatsächlich Konsequenzen für die beteiligten Feuerwehrleute geben wird, ist bislang offen. Bürgermeister Stöhr hatte angekündigt, den Vorfall zunächst intern auswerten zu wollen.

Titelfoto: Screenshot/YouTube/weichreite

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