Von Dörthe Hein
Halle - Die Kommunen in Sachsen-Anhalt haben binnen eines Jahres 8,3 Prozent mehr Schulden angehäuft.
Zur Jahresmitte beliefen sich die Schulden in den Kernhaushalten auf 3,873 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte.
Das seien 298 Millionen Euro mehr gewesen als zum Vorjahreszeitpunkt. Die drei kreisfreien Städte Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau wiesen in ihren Kernhaushalten zusammen 186 Millionen Euro neue Schulden auf, was einem Anstieg von 13,5 Prozent entsprach.
Zusammen haben die drei Städte einen Schuldenberg von 1,56 Milliarden Euro.
In den Landkreisen stiegen die Schulden im Vergleich zum 30. Juni 2025 um 5,3 Prozent auf zusammen 866 Millionen Euro.
Bei den kreisangehörigen Gemeinden und Verbandsgemeinden wuchs die Verschuldung um 5 Prozent auf 1,448 Milliarden Euro.
Das Statistische Landesamt hat die kommunalen Kernhaushalte betrachtet. Schulden öffentlicher Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die Kommunen beteiligt sind, sind nicht enthalten.
Auch nicht betrachtet werden ausgegliederte Bereiche, Zweckverbände, Eigenbetriebe und Anstalten öffentlichen Rechts.