Während Ausbildung in Sachsen-Anhalt: Ukrainische Soldaten fliehen vor Kriegsdienst

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Magdeburg/Altengrabow - Mehr als 80 ukrainische Soldaten, die in Deutschland für den Verteidigungskrieg in ihrer Heimat ausgebildet werden sollten, sind während der Ausbildung in Sachsen-Anhalt geflohen.

Ukrainische Soldaten werden auch in Deutschland für den Krieg in ihrer Heimat ausgebildet.
Ukrainische Soldaten werden auch in Deutschland für den Krieg in ihrer Heimat ausgebildet.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Wie "Die Zeit" aus Gesprächen mit zehn Rekruten erfuhr, ist dies keine Seltenheit. Deutschlandweit gäbe es Hunderte sogenannter Deserteure - also Soldaten, die sich dem Krieg entziehen wollen.

Seit fast fünf Jahren versucht sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg zu wehren, hierfür braucht es Soldaten.

Zu Beginn wurden erfahrene und vor allem motivierte Rekruten ausgebildet. Inzwischen melde sich aber niemand mehr freiwillig und Männer werden in der Ukraine immer häufiger zum Dienst an der Waffe gezwungen, hieß es. Viele Millionen Wehrpflichtige sind sogar untergetaucht.

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Soldaten, die zum Teil gegen ihren Willen in Deutschland stationiert sind, nutzen den Aufenthalt, um sich dem Wehrdienst zu entziehen. Allein bei der Ausbildungsstätte Altengrabow in Sachsen-Anhalt wurden bislang rund 80 solcher Deserteure gezählt.

Lange Haft für ukrainische Kriegsdeserteure

Sie lernen beispielsweise Panzerfahren.
Sie lernen beispielsweise Panzerfahren.  © Kay Nietfeld/dpa

In der Ukraine drohen ihnen dafür bis zu zwölf Jahre Gefängnis. Längerfristig in Deutschland zu bleiben ist kompliziert, mit einem Asylverfahren können die Männer aber Zeit schinden.

Der Truppenübungsplatz in Altengrabow, etwa 80 Kilometer von Magdeburg entfernt, ist einer von etwa 60 Stützpunkten in Deutschland, wo ukrainische Rekruten ausgebildet werden.

Sie lernen das Schießen mit einer Waffe, das Fahren eines Panzers oder das Verarzten einer Wunde.

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Rund 29.000 Menschen haben so eine Ausbildung schon hinter sich, berichtet das Blatt.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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