Anbau zu teuer: Regionales Obst wird immer knapper

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Dresden - Teure Arbeitskosten, fehlende Erntehelfer und Wetterextreme: Regionale Äpfel, Birnen und Beeren könnten nach Einschätzung des Obstbauverbandes Sachsen künftig noch seltener in den Regalen liegen.

Erntehelfer sind für Obstbaufirmen unverzichtbar.
Erntehelfer sind für Obstbaufirmen unverzichtbar.  © Petra Hornig

Obsternte - das ist zum großen Teil Handarbeit. Steigende Arbeitskosten treffen den Obstbau deshalb besonders stark.

"Weil Ernte, Sortierung und Pflege nur teilweise mechanisiert werden können", sagt Verbands-Chefin Carmen Stefanie Kaps (41). Gleichzeitig konkurrierten die hiesigen Erzeuger mit Importobst aus Ländern mit deutlich niedrigeren Produktionskosten.

"Bei arbeitsintensiven Kulturen kann das dazu führen, dass sich bestimmte Kulturen wirtschaftlich nicht mehr lohnen und Flächen aufgegeben oder nicht wieder neu bepflanzt werden", beschreibt Kaps die Folgen.

Zwei Armbrüste bei Razzia nahe Freital beschlagnahmt
Sachsen Zwei Armbrüste bei Razzia nahe Freital beschlagnahmt

Und: Werde eine Obstanlage gerodet, lasse sich die heimische Produktion nicht kurzfristig wieder aufbauen. Entscheidungen über Rodung oder Neupflanzung wirkten sich deshalb über viele Jahre aus, so Kaps.

Verbands-Chefin Carmen Stefanie Kaps (41) kennt die Probleme der Obstbauern.
Verbands-Chefin Carmen Stefanie Kaps (41) kennt die Probleme der Obstbauern.  © Marko Förster
Dein tägliches News-Update

Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.

Saisonarbeitskräfte sind für die Obstbaubetriebe unverzichtbar, die Ernte großer Mengen muss oft innerhalb weniger Wochen erfolgen. Es werde jedoch schwieriger, genügend Helfer zu finden, erzählt Kaps. Ihr Verband fordert daher weniger Bürokratie und rechtssichere Regeln auch für die Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittstaaten.

Titelfoto: Marko Förster

Mehr zum Thema Sachsen: