Tharandt - Was lange währt, wird hoffentlich gut: Am Mittwoch zelebrierte Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) den Baustart für das künftige Wissenschafts- und Tagungszentrum der TU Dresden auf dem geschichtsträchtigen Areal des Jagdschlosses Grillenburg mitten im Tharandter Wald. Den ersten Spatenstich machte er mit tatkräftiger Unterstützung.
TU-Rektorin Ursula Staudinger (67), TU-Kanzler Jan Gerken (60), Tharandts Bürgermeister Silvio Ziesemer (57, parteilos) und weitere Partner waren dabei gern behilflich. Kurios: Bis alle Fotowünsche befriedigt waren, mussten sie den "ersten" Spatenstich gleich mehrmals ausführen.
In dem künftigen Wissenschafts- und Tagungszentrum soll das Schlossgebäude selbst für Tagungen genutzt werden, die drei neu zu errichtenden Holzmodulgebäude dienen als Übernachtungsmöglichkeiten.
Das ehemalige Fahrerhaus wird die Gästelobby und eine Gastronomie beherbergen. Die berüchtigte Mutschmann-Villa (Neues Jägerhaus) wird als Ausstellungsgebäude genutzt.
Integraler Bestandteil ist laut Uni ein nachhaltiges Energiekonzept mit Wärmepumpen für das gesamte Ensemble.
Freistaat und Bund steuern je 18 Millionen Euro zum Bauprojekt bei
"Wir überschreiben die Geschichte dieses Ortes und schaffen eine neue Perspektive", betonte der Ministerpräsident.
"Hier gehören wir hin. Wir - das sind Wissenschaft und Innovation", sagte TU-Rektorin Staudinger und wies darauf hin, dass Schloss Grillenburg den geografischen Mittelpunkt Sachsens markiert.
Freistaat und der Bund steuern je 18 Millionen Euro zu dem Bauprojekt bei, weitere fünf Millionen kommen von der TU. Die vorbereitenden Arbeiten starten in den nächsten Wochen.
2029 soll der Komplex in Betrieb genommen werden.