Thiendorf/Frohburg - Der Herbst hat kühleres Wetter gebracht. Doch die Rekordtemperaturen haben bei Sachsens Weihnachtsbäumen deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem jüngere Tannen zeigen braune Nadeln und sehen aus, als hätten sie einen ordentlichen Sonnenbrand abbekommen. Muss man sich deshalb jetzt schon Sorgen um das Weihnachtsfest machen?
In Thiendorf sind die Folgen der Hitze besonders deutlich zu sehen. "Die Bäume sind verbrannt. Bei den kleinen kann man schon sagen: 30 Prozent", so Peter Grafe (65).
Seine Tochter Susann Krüger (43) ergänzt: "Vor allem das eine Wochenende mit den Hitzerekorden hat den Bäumen richtig zugesetzt. Das haben sie nicht vertragen." Betroffen seien vor allem die jüngeren Bäume.
"Die Bäume sind an sich nicht tot, aber wahrscheinlich wird da kein Weihnachtsbaum draus", sagt Krüger. Einzelne braune Bäume habe es zwar auch früher gegeben, so Krüger: "Aber in der Größenordnung hatten wir es noch nicht."
Ganz anders sieht es beispielsweise in Frauendorf bei Frohburg aus. "Eigentlich hatten wir so gut wie gar nichts. In manchen Gebieten kann das schon sein. Wir hatten das auch schon gehabt, aber dieses Jahr ganz, ganz wenig", erklärt Michael Harzendorf (42).
Werden die Bäume fürs Weihnachtsfest knapp?
Vereinzelt gebe es zwar braune Nadeln, allerdings müsse man genau hinschauen: "Das ist dann immer die Frage, ob es Sonnenbrand ist oder doch eine Nadelbräune, die auch so entstehen kann."
Für Weihnachten selbst gibt es keinen Grund zur Sorge. Auch der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger beschreibt die Schäden als regional sehr unterschiedlich.
Vor allem Jungpflanzen hätten unter der Trockenheit und Hitze gelitten, während die für diese Saison vorgesehenen Bäume insgesamt erstaunlich robust dastünden.
"Es gibt keinen Grund zur Panik. Es wird genügend natürliche Weihnachtsbäume geben und man muss nicht auf einen Plastikbaum oder Ähnliches umsteigen", sagt Verbandssprecherin Janina Teichmann. Für Weihnachten bleibt die Versorgung gesichert.