Britische Späher in Moritzburg: King Charles scharf auf Pferde aus Sachsen

Moritzburg - Amazing! Eine sechsköpfige Delegation des Household Cavalry Mounted Regiment (HCMR) aus London besuchte vergangene Woche das Landgestüt Moritzburg. Die hochrangigen Gäste aus dem Vereinigten Königreich sichteten edle Rösser für den Dienst am Buckingham-Palast.

Kann gut mit Pferden: Der britische König Charles III. und Königin Camilla beim Besuch des Nationalgestüts Newmarket.  © DPA

Die traditionsreiche Elite-Kavallerieeinheit gilt im Vereinigten Königreich als Wächter des Monarchen und der Nation. Das berittene Regiment der Household Cavalry repräsentiert das zeremonielle Gesicht des Regiments. Sie kommt zum Einsatz bei Königlichen Paraden, Staatsakten und Großereignissen in London.

Die HCMR-Abordnung war eigens aus London angereist, um sogenannte Remonten (Pferde in der Grundausbildung) der Rasse Sächsisch-Thüringisches Schweres Warmblut zu sichten und zu kaufen.

Ihr Interesse kam nicht von ungefähr: Bereits 1988 reiste eine HCMR-Ankaufskommission in die DDR. Sie erwarb damals 14 Schwere Warmblut-Rappwallache des Hengstdepots Moritzburg.

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Die britische Heereskommission prüfte mit kritischem Blick insgesamt 20 Schwere Warmblüter.  © Landesgestüt Moritzburg/horse_photography_imke

Acht Warmblüter aus Sachsen und Thüringen ziehen nach London

Auch im Innenhof des Gestüts wurden die Tiere vorgeführt. Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (55, CDU, re.) begrüßte dort die britische Delegation.  © Landesgestüt Moritzburg/horse_photography_imke

Die Heereskommission nahm vergangene Woche insgesamt 20 verkäufliche Schwere Warmblüter in Augenschein.

Die Tiere wurden streng geprüft, mussten Kutschen ziehen, traben, sich reiten und vom Tierarzt checken lassen.

Danach erst fiel die Kaufentscheidung: Acht Schwere Warmblutpferde aus Sachsen und Thüringen werden bald ihren neuen Stall in London beziehen und in den HCMR-Dienst eintreten.

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Kati Schöpke (46) zeigte sich als Landstallmeisterin in Moritzburg hocherfreut: "Dadurch bieten sich neue Perspektiven und Chancen für unsere Züchter und für die Pferdewirtschaft in Sachsen."

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