Ein Hangar voller Träume: In Sachsen sollen bald autonome Luftschiffe starten

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Kamenz - Ein moderner Hangar ist am Montag feierlich am Flugplatz Kamenz eingeweiht worden. Vor Ort träumt man davon, ein neues Kapitel Luftfahrtgeschichte aufzuschlagen. Im Fokus stehen dabei unbemannte Luftschiffe und elektrische Motorsegler.

Zum neuen Hangar gehört ein Gebäude mit Büros, Laboren und Werkstätten.
Zum neuen Hangar gehört ein Gebäude mit Büros, Laboren und Werkstätten.  © Thomas Türpe

"Wir entwickeln energiesparende Lösungen für eine emissionsarme Luftfahrt", sagt Investor Udo Berthold (59). Er leitet die Firma MITEB, die in Großweitzschen beheimatet ist. Sein Plan sieht vor, in Kamenz elektrische Motorsegler in Serie zu produzieren.

Zudem will er den neuen Hangar (Kosten: 3 Millionen Euro) nutzen, um seine Arbeit zur Entwicklung und Erprobung von unbemannten Luftschiffen fortzusetzen.

Berthold: "Die Luftschiffe sollen Fernerkundungen - etwa von Stromtrassen, Bahnlinien oder Gasleitungen - einfacher, effizienter und kostengünstiger machen."

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Erfolgreiche Testflüge hat seine Airship Drone (Fachjargon) bereits absolviert. Gegenwärtig tüftelt sein Team an der Verbesserung von Elektronik und Steuerung des Luftschiffs.

In Kamenz entsteht eine Serienproduktion für elektrische Motorsegler. Frank Neumann, Direktor der Europäischen Initiative für Luftschifftechnik (60, v.l.), MITEB-Chef Dr. Udo Berthold (59), Staatsministerin Regina Kraushaar (64, CDU) und der Kamenzer OB Michael Preuß (45) bei der Eröffnung des neuen Hangars.
In Kamenz entsteht eine Serienproduktion für elektrische Motorsegler. Frank Neumann, Direktor der Europäischen Initiative für Luftschifftechnik (60, v.l.), MITEB-Chef Dr. Udo Berthold (59), Staatsministerin Regina Kraushaar (64, CDU) und der Kamenzer OB Michael Preuß (45) bei der Eröffnung des neuen Hangars.  © Thomas Türpe
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850.000 Euro Fördermittel von Sachsen

Blick in den Hangar: Über den Gästen schwebt das unbemannte Luftschiff, das die Firma entwickelt und erprobt.
Blick in den Hangar: Über den Gästen schwebt das unbemannte Luftschiff, das die Firma entwickelt und erprobt.  © Thomas Türpe

Der Flugplatz Kamenz bietet Bertholds Firma ideale Bedingungen, denn er besitzt die Zulassung als Testgebiet für autonome Flüge. Perspektivisch soll diese Testflugzone bis Görlitz ausgedehnt werden.

"Das erlaubt uns, hier auch unbemannte Flüge in die Ferne außerhalb der Sichtlinie zu erproben", freut sich Berthold. Er stöhnt: "Für das vollautomatische, autonome Fliegen muss man in Deutschland dicke Bretter bohren."

Sachsen kommt ihm dabei aber entgegen. Für den Hangar gab es 850.000 Euro Fördermittel von Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (64, CDU). Die Sächsische Aufbaubank gewährt dem Luftschiffprojekt bis Ende 2027 Technologieförderung. Die Stadt Kamenz (anteilig am Flughafen beteiligt) unterstützte tatkräftig die Ansiedlung.

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OB Michael Preuß (45, parteilos) bekräftigt vor Ort: "Wir sind Fliegerstadt seit über 100 Jahren und stehen zur Entwicklung unseres Flugplatzes."

Titelfoto: Thomas Türpe

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