Von Andreas Hummel, Birgit Zimmermann
Sachsen - Zwei Wochen keine Schule und nun? Nicht nur Zoos und Freizeitparks locken in den Herbstferien noch einmal, bevor die kalte Jahreszeit anbricht. Einige Tipps für ein abwechslungsreiches Ferienprogramm in Sachsen.
Herbst ist Kürbiszeit - Vorgeschmack auf Halloween
Freital/Lichtenwalde - Kürbisse gehören zum Herbst wie Schnee und Eis zum Winter. Die voluminösen Früchte eignen sich für leckere Gerichte auf dem Teller und regen die Kreativität an - nicht nur an Halloween. So laden Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz und der Freizeitpark Oskarshausen in Freital zu Festivals rund um den Kürbis.
In Oskarshausen wurden dazu Skulpturen aus mehr als 50.000 Kürbissen geschaffen, darunter die nach Angaben des Parks größte Kürbispyramide Sachsens. Zudem wird eine Kürbiskunde mit 130 Sorten und eine Kürbisolympiade zum Mitmachen geboten.
Im Barockpark Lichtenwalde drehen sich die Kürbisskulpturen ums Alte Rom. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit den Comic-Helden Asterix und Obelix. Grusel-Fans können sich dort am 17. und 18. Oktober auch schon auf Halloween einstimmen - mit Walking Acts, Artistik und einer Feuershow.
Erze aus Minecraft, aber in echt
Freiberg - Die Kinder sind verrückt danach, im Computerspiel Minecraft Rohstoffe zu sammeln? Dann könnte sich ein Ausflug zur Terra Mineralia in Freiberg lohnen. Dort können Kinder in der Ausstellung versteckte Erze und Gesteine suchen. "So lernen sie unter anderem, aus welchen Mineralen die Erze in der realen Welt bestehen, wie sie aussehen oder ob es sie überhaupt gibt", hieß es. Mit Arbeitsblatt und Stickern können die Besucherinnen und Besucher auch eine Minecraft-Welt entwickeln. Das Programm "Kleine Baumeister - Minerale und Erze in Minecraft" wird vom 10. bis 22. Oktober angeboten.
Surfkurs im Freien - oder doch lieber ins Hallenbad?
Leipzig - Ein echter Ferienklassiker ist der Besuch in der Schwimmhalle. Vielerorts gibt es eigene Ferienöffnungszeiten. Darüber informieren die Kommunen im Internet. Wer es nicht so warm wie im Hallenbad braucht, könnte sich indes auch auf ein Surfbrett wagen. An der Schladitzer Bucht in Leipzig wird Sonntag (11. Oktober) Kindersurfen angeboten - je eine Stunde für Anfänger und Fortgeschrittene.
Im Dunkeln durch Burgen und Museen streifen
Erzgebirge/Leipzig - Im Herbst sind die Tage schon deutlich kürzer, doch manchmal wird es bei Einbruch der Dunkelheit gerade spannend. Auf Schloss Augustusburg im Erzgebirge etwa können Besucher in den Herbstferien an mehreren Tagen abends mit Taschenlampen durch die historischen Räume streifen und auch hinter manche sonst verschlossene Tür blicken. Und auf Burg Scharfenstein ebenfalls im Erzgebirge können Besucher zuerst Laternen basteln - in deren Licht streifen sie dann durch die Burg.
Auch das Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig lädt am 23. Oktober dazu ein, am Abend die Ausstellung aus einer ungewohnten Perspektive zu entdecken. "Im Schein der Taschenlampen rücken faszinierende Objekte und spannende Geschichten ins Licht, die bei Tag oft unentdeckt bleiben", so das Museum.
Bunte Wälder und bizarre Felsen: Raus in die Natur
Elbsandsteingebirge - Bevor die Blätter von den Bäumen fallen, färben sie sich in verschiedensten Farben und versprühen einen Hauch von Indian Summer in Sachsen. Ob eingehüllt in morgendlichem Nebel oder im Licht der Herbstsonne - das Elbsandsteingebirge bietet mit seinen Felsformationen in dieser Jahreszeit einen ganz besonderen Reiz. Der lässt sich besonders gut zu Fuß bei einer Wanderung erleben.
Das Angebot an Touren ist groß. Der Tourismusverband empfiehlt auf seiner Homepage etwa die Tour von Rathen zur Hockstein-Aussicht und über das Polenztal sowie die Felsenformation Gamrig zurück. "Vorbei an kleinen Bachläufen, weiten Ausblicken und dem einen oder anderen Gasthaus lässt sich der Herbst hier wunderbar genießen."
Ab in die Unterwelt
Geithain - Jede Stadt hat eine Unterwelt - doch im mittelsächsischen Geithain kann sie besichtigt werden. Unter dem Kirchberg existiert ein weit verzweigtes Gangsystem. Es wurde angelegt von Bergknappen aus dem Erzgebirge, die Gänge und Nischen in den harten Quarzporphyr schlugen. Die Bewohner Geithains nutzten dies nach Angaben des Heimatmuseums einst, um Vorräte zu lagern. Inzwischen sind die unterirdischen Gänge eine Sehenswürdigkeit. Immer samstags können sie bei Führungen nach telefonischer Voranmeldung erkundet werden.
TAG24 wünscht Euch schöne Herbstferien!