Dresden - Beim Eintreiben der Steuern setzt Sachsen jetzt auch auf künstliche Intelligenz. Der Chatbot MAXi unterstützt ab sofort die 5250 Beschäftigten der sächsischen Steuerverwaltung.
Finanzminister Christian Piwarz (49, CDU) unterstreicht die Bedeutung des Projekts: "Wir haben mit MAXi einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, die sächsische Steuerverwaltung mittels Digitalisierung und künstlicher Intelligenz effizient, serviceorientiert und schlagkräftig für aktuelle und zukünftige Aufgaben aufzustellen und weiterzuentwickeln."
MAXi soll der Verwaltung als Werkzeug dienen, sie von zeitaufwendigen Routineaufgaben entlasten. Dadurch bleibt - so die Rechnung des Ministers - mehr Zeit und Kraft für knifflige Einzelfälle oder sogenannte Tiefenprüfungen. Piwarz betont: "Denn über steuerliche Sachverhalte entscheidet auch künftig der Mensch."
Der Chatbot ist ein Import - die hessische Steuerverwaltung hat ihn entwickelt. Hier bearbeitet er etwa Einsprüche. Davon gingen allein 2025 insgesamt 167.459 Stück in der Steuerverwaltung ein.
Einsatz des KI-Assistenten erfolgt über ein geschütztes System
MAXi wurde angelernt auf Grundlage von Gesetzestexten und verwaltungsinternen Verfügungen. Ihr Job: recherchieren, zusammenfassen, verständlich formulieren, übersetzen und Entwürfe für Briefe aufsetzen.
Der Einsatz der KI-Assistenz erfolgt in einem geschlossenen und geschützten System. Die vollständige Datenhoheit verbleibt bei der Steuerverwaltung, so das Ministerium.