Grünhainichen - Erst knackte er die Rätsel in der Morgenpost (MOPO), jetzt liefert er selbst den Knobelstoff! Rentner Enrico Engelmann (68) aus Grünhainichen (Erzgebirge) hat eine eigene Sudoku-Web-App entwickelt - kostenlos und ohne Werbung oder Datensammelei.
Angefangen hat alles mit der MOPO. "Früher habe ich auf Arbeit die Sudokus in der Zeitung gelöst", erzählt Engelmann. Wer die Zeitung zuerst erwischte, durfte knobeln. Später kaufte sich der Erzgebirger Rätselhefte und lud Sudoku-Apps aufs Handy.
Doch aus dem Zeitvertreib wurde ein Zeitfresser. Manchmal hing Engelmann drei, vier Stunden über den Zahlenfeldern. Dazu nervten ihn Zeitdruck und Versprechen, durchs Spielen angeblich schlauer zu werden. "Aus dieser Abhängigkeit wollte ich raus."
Seine Lösung: selber machen! Weihnachten 2025 begann der Rentner, sein eigenes Spiel zu entwickeln. Etwas Programmier-Erfahrung brachte er mit, bei der Umsetzung half KI. Aus dem ersten kleinen Rätsel wurde "Enricos Sudoku".
Dabei müssen längst nicht nur Zahlen in die Kästchen. Auch Emojis, Symbole und Buchstaben stehen zur Wahl. Dazu kommen verschiedene Größen und Schwierigkeitsstufen. Punkte, Ranglisten und Zeitdruck bleiben draußen. Das Spiel läuft auf Handy, Tablet und Computer im Browser.
"Das Angebot soll kostenlos bleiben", sagt der 68-Jährige. "Ich möchte eigentlich nur meinen Namen unsterblich machen." Wie viele Menschen insgesamt mitspielen, weiß Engelmann nicht: "Das erfasse ich nicht." Selbst Mitknobeln geht unter: solarfanenrico.de/sudoku.