Bad Schlema - Am Sonntagabend zog ein schweres Sturmtief durch das Erzgebirge! Dabei wurde auch das Festgelände vom Europäischen Blasmusikfestival in Bad Schlema in Mitleidenschaft gezogen. Wenig später brannte dann auch noch der von belgischen Musikern, die auf dem Rückweg aus dem Erzgebirge waren.
Kurz nach 19 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Schlema zum Festgelände gerufen. Nach Angaben von Einsatzleiter Michael Kommichau waren vor allem Bäume beschädigt worden. Unter anderem war einer im Bereich des Kassenbüros umgestürzt.
Die Feuerwehr begann damit, den Baum zu sichern und die unmittelbare Umgebung zu kontrollieren. Auch weitere Bäume mussten kontrolliert werden, so Kommichau. Denn zunächst konnte nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Äste abbrechen oder Bäume umstürzen.
Auch der längere Abschnitt eines Bauzauns wurde vom Sturm erfasst. Auf einer Strecke von etwa 150 Metern lag der Zaun teilweise am Boden.
Zur Unterstützung für die weiteren Absicherungen wurde die Drehleiter der Feuerwehr Aue angefordert. Sie sollte Schnittarbeiten und Sicherungsarbeiten an betroffenen Bäumen und weitere Gefahren beseitigen.
Umfassende Kontrolle erst am Montag möglich
Um auf Nummer sicher zu gehen wurde der Bereich wie auch der Gehweg in Richtung Sportplatz für die Nacht gesperrt.
"Durch die Bäume, die hier stehen, ist nach wie vor nicht auszuschließen, dass noch Schäden im Nachgang entstehen können", erklärte Kommichau. Eine umfassendere Kontrolle der Bäume sei deshalb bei Tageslicht vorgesehen.
Zum Glück hatten die Festivalbesucher das Gelände bereits verlassen. Nur die Abbauarbeiten liefen noch. Verletzt wurde durch den Sturm derzeitigen Erkenntnissen zufolge niemand.
Reisebus von belgischen Musikern ausgebrannt
Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, gab es wenig später noch eine weitere Hiobsbotschaft. Dieses Mal von den belgischen Musikern der Koninklijke Fanfare "Vermaak na Arbeid". Sie waren auf der Heimfahrt, als der Bus aufgrund eines technischen Fehlers auf der A67 bei Venlo plötzlich Feuer fing und vollständig ausbrannte.
Wie die niederländische News-Seite "Nieuws" berichtete, wurde das Feuer gegen 22.30 Uhr bemerkt. Dem Fahrer gelang es, den Bus auf den Standstreifen zu lenken. Er und die 50 Fahrgäste konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen. Niemand wurde verletzt. Jedoch zerstörte das Feuer mehrere Instrumente.
Ein örtliches Busunternehmen brachte die gestrandeten Fahrgäste am Sonntagabend nach Horst, wo sie betreut wurden, bis ein Ersatzbus aus Belgien eintraf.
Erstmeldung: 20. September, 21.45 Uhr; letzte Aktualisierung: 21. September, 14.56 Uhr