Magisch: Diese Bergbau-Felsen im Erzgebirge leuchten am Wochenende

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Geyer - Zum "Purple Path"-Wochenende (11. bis 13. September) leuchtet die Geyersche Binge im Erzgebirge auf. Der Lichtkünstler Philipp Frank (48) lädt mit dem Projekt "Tiefenzeit" ein, den historischen Ort einmal anders zu erleben: als Lichtparcours mit drei Stationen.

Philipp Frank (48) vor der Licht-Installation "Erinnerung".
Philipp Frank (48) vor der Licht-Installation "Erinnerung".  © Uwe Meinhold

"Das ist mein erstes großes Projekt in Deutschland", sagt Frank. Der Künstler ist auf Lichtkunst in der Natur spezialisiert und arbeitet weltweit. Für das "Purple Path"-Wochenende sollte er eine Arbeit zum Thema Bergbau entwickeln.

"Entsprechend habe ich mit der Wismut und anderen Betrieben gesprochen, die mir Orte vorgeschlagen haben." Doch keiner passte. Deshalb suchte er auf Google Maps und entdeckte die Geyersche Binge. "Da wusste ich: Das ist der Ort."

Für die Umsetzung verbrachte Frank eine Woche in den Überresten der eingestürzten Zinngruben und beobachtete den Fels: "Was will der Ort erzählen?" So entstand zunächst die Idee, den ganzen Berg anzustrahlen.

Lkw-Anhänger geht in Flammen auf: Tschechen-Grenze für mehr als eine Stunde dicht
Erzgebirge Lkw-Anhänger geht in Flammen auf: Tschechen-Grenze für mehr als eine Stunde dicht

Am Ende sind es drei Installationen geworden, die über einen Rundweg verbunden sind. An den Stationen wird die Binge auf unterschiedliche Weise sichtbar.

Blick in die Binge. Das Areal entstand durch eingestürzte Stollen.
Blick in die Binge. Das Areal entstand durch eingestürzte Stollen.  © Uwe Meinhold
Die Lichtinstallation "Tiefenzeit" zeigt die Geschichte der Felsformationen.
Die Lichtinstallation "Tiefenzeit" zeigt die Geschichte der Felsformationen.  © Uwe Meinhold

"Tiefe", "Wunde" und "Erinnerung"

Stopp eins, "Tiefe", führt den Blick in eine schmale Felsspalte. "Wunde" macht die aufgerissene Struktur des Gesteins und seine verborgenen Schichten sichtbar - fast wie ein Röntgenblick in den Berg.

Die dritte Station, "Erinnerung", zeigt Spuren von Verwitterung, Bruch und Veränderung. Der Rundweg dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Zudem finden am Wochenende weitere Veranstaltungen in den 38 Kommunen des "Purple Path" statt. Infos findet Ihr unter purple-path.de/wochenende.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Erzgebirge: