Von Jasmin Beisiegel
Oberwiesenthal - Drei Tage lang sind Wanderer aus ganz Deutschland in Oberwiesenthal (Erzgebirge) zusammengekommen. Nach zahlreichen Touren beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze ging der Deutsche Wandertag am Abend auf der Freilichtbühne mit einer Abschlussfeier inklusive Feuershow zu Ende.
Höhepunkt des Finaltages war ein Festumzug vom tschechischen Bozi Dar (Gottesgab) nach Oberwiesenthal, für den sich 1300 Teilnehmer angemeldet hatten. Am Ziel erwartete die Besucher zum Finale eine traditionelle Bergparade mit rund 800 Trachtenträgern und Bergmusikern.
Vereine, Fahnen, Musik und unterschiedliche Traditionen seien dabei zu einem gemeinsamen Bild der europäischen Wanderbewegung geworden, teilte der Deutsche Wanderverband mit.
"Wandern endet nicht an einer Grenze", sagte der neu gewählte Verbandspräsident Dirk Landau demnach. "Gerade hier im Erzgebirge wurde sichtbar, welche Kraft in gemeinsamen Wegen steckt."
Der Deutsche Wandertag fiel dieses Jahr zusammen mit dem europäischen Wanderfest Eurorando, das bereits vor einer Woche in der Region gestartet ist. Geboten wurden zahlreiche Touren rund um den Fichtelberg und den benachbarten Keilberg (Klinovec).
Thematisch ging es auch um die Bergbaugeschichte der zum Unesco-Welterbe zählenden Montanregion Erzgebirge/Krusnohori.
Tourismusministerin Klepsch: "Sachsen zum Treffpunkt der Wanderbewegung aus ganz Europa geworden"
Zur Abschlussfeier hatte sich auch Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU) angekündigt.
"Mit Eurorando und dem Deutschen Wandertag ist Sachsen zum Treffpunkt der Wanderbewegung aus ganz Europa und Deutschland geworden", sagte Klepsch laut einer Mitteilung.
Das Erzgebirge biete dafür mit seiner einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft eine ideale Bühne. Die Veranstaltungen zogen demnach Tausende Gäste an.
Bürgermeister Jens Benedict wertete die zahlreichen Besucher in Oberwiesenthal und dem Erzgebirge als wichtiges Signal.
"Wandern hat schon heute eine große wirtschaftliche Bedeutung für den Tourismus", sagte er. Angesichts des Klimawandels werde diese wegen der Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit zunehmen.