Schkeuditz - In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde Max Krawczynski (28) plötzlich von der Polizei aus dem Schlaf geklingelt. Sein Tattoostudio wurde angegriffen, die Scheiben eingeschlagen und eine stark riechende Flüssigkeit im Geschäft verteilt.
"Es war absolut Hölle. Wir dachten, wir können nie wieder öffnen", sagte der Inhaber von "Shade it Tattoo" in Schkeuditz gegenüber TAG24. Erst am 1. September hatte das Studio in der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet.
Laut Krawczynski roch die verteilte Flüssigkeit nach ranziger Butter. Es liegt nahe, dass es sich dabei um Buttersäure handelte, auch wenn die Polizei das auf Anfrage noch nicht bestätigen konnte. Polizeisprecher Chris Graupner erklärte, dass die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung laufen.
Wer für den Anschlag verantwortlich ist, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Der Inhaber vermutet, dass eventuell Konkurrenz dahinterstecken könnte.
Am Wochenende arbeitete das Team daran, dass das Studio wieder öffnen kann. Wie Krawczynski erzählte, war die Feuerwehr eine große Hilfe. Sie hatte noch in der Nacht eine Lauge verteilt, die die Flüssigkeit aufnimmt. Zusätzlich wurde gelüftet, gereinigt und es wurden Öle und Duftstolle verteilt.
"Ein bisschen riecht es noch", so der 28-Jährige. Das sollte aber in den nächsten Tagen verschwinden.
Studio hat schon wieder geöffnet
Trotzdem wurden bereits am heutigen Montag wieder Tattoos gestochen. Die eingeschlagene Scheibe wurde vorerst mit einem Holzbrett abgedeckt. Vor dem Laden steht ein Schild, auf dem steht: "Ihr müsst nicht gleich durch unser Fenster. Wir haben für jeden einen freien Termin."
"Wir lassen uns davon nicht unterkriegen", so Krawczynski. Am Montag waren alle Termine ausgebucht.
Laut Polizei soll sich der Sachschaden auf mehrere tausend Euro belaufen. Für die Belegschaft von "Shade it Tattoo" ist es nun am wichtigsten, dass die Kunden weiterhin zu ihnen kommen. So kann der Betrieb langfristig gesichert werden.
Termine kann man über Social Media buchen, vor Ort, per E-Mail oder telefonisch.