Freie Bühnen protestieren gegen Kulturkürzungen

Dresden - Freie Bühnen und Produktionsstätten in Dresden, Leipzig und Chemnitz schlagen Alarm gegen die im Entwurf des sächsischen Doppelhaushalts 2027/28 vorgesehenen Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Carena Schlewitt, Intendantin des Europäischen Zentrums der Künste Dresden-Hellerau, auf dem Gelände des Festspielhauses.  © picture alliance/dpa

Im Raum stehen Einschnitte von bis zu 50 Prozent, heißt es im Protestschreiben: "Diese Maßnahme käme einem Kahlschlag bei den Freien Künsten gleich."

Die Häuser warnen vor erheblichen Folgen für freie Künstler, Theatergruppen und Companys. Die Gelder der Kulturstiftung seien vielfach entscheidend, um weitere Förderungen zu akquirieren.

"Häufig werden sie dazu eingesetzt, Mittel des Bundes und privater Stiftungen nach Sachsen zu holen. Diese Hebelwirkung würde verloren gehen", so das Schreiben.

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Die Unterzeichner erinnern daran, dass sich die freie Theaterlandschaft in Ostdeutschland nach 1989 entwickelt hat und heute eine wichtige Säule des deutschen Theatersystems bilde.

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Freie Produktionshäuser und Spielstätten protestieren gegen Kürzungen

"Die durch diese Maßnahme eingesparte Summe stünde in keinem Verhältnis zum gesellschaftlichen Schaden, den sie verursachen würde, und könnte zugleich nur einen marginalen Beitrag zur Konsolidierung der schwierigen Haushaltslage leisten", heißt es weiter in der Protestnote.

Zu den Unterzeichnern gehören das Europäische Zentrum der Künste Hellerau, das Societaetstheater und das Zentralwerk in Dresden sowie Lofft, Schaubühne Lindenfels, Westflügel und Cammerspiele in Leipzig und das Choreografische Zentrum Chemnitz.

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