Gewerkschaft fordert mehr Sozialarbeiter für Schulen

Dresden - Lediglich 40 Prozent der Schulen in Sachsen haben einen Sozialarbeiter. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert einen schrittweisen, flächendeckenden Ausbau dieses Angebotes bis 2032.

Etwa 25 Prozent der Schüler in Deutschland fühlen sich durch den Schulalltag psychisch belastet. (Symbolfoto)  © 123RF/aoo3771

Mobbing, Gewalt und Leistungsdruck gehören heute zum Alltag von Schülern ebenso wie Mathe- und Deutschunterricht. Schulsozialarbeiter stehen den Heranwachsenden bei, wenn Lehrer mit ihrem Latein am Ende sind oder schlicht keine Zeit haben, zum Zuhören, Beraten, Schlichten oder Trösten.

Eine bundesweite Studie attestiert Sachsen in puncto Sozialarbeit gute Arbeit sowie viel Luft nach oben. Für 417.000 Lernende an 1575 Schulen gibt es derzeit 640 Vollzeitstellen. Diese teilen sich 750 Sozialarbeiter. Per Gesetz haben nur staatliche Oberschulen und Gemeinschaftsschulen Anspruch.

Die vorwiegend sehr jungen Schulsozialarbeiter beklagen besonders, dass ihre Jobs unsicher sind, weil fortwährend Mittelkürzungen drohen.

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Ein flächendeckender Ausbau bis 2032 würde etwa 100 Millionen kosten. Bei einem Landesanteil von 90 Prozent wären das für den Freistaat rund 90 Millionen Euro.

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Jens Vogel (53) arbeitet seit vielen Jahren als Schulsozialarbeiter. Rein rechnerisch kommen 651 Schüler auf eine solche Stelle in Sachsen.  © Eric Münch

Momentan gibt Sachsen etwa 37,5 Millionen pro Jahr aus. Jens Vogel (53) ist Schulsozialarbeiter an einem Dresdner Gymnasium.

Kinder und Eltern fragen ihn um Rat. Er wirbt um die Unterstützung seines Berufsstandes: "Wir haben durch unsere Ressourcen die Chance zu befördern, dass Kinder ihr Leben in die eigenen Hände nehmen."

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