Razzia in Sachsen: Schwerer Betrug mit Corona-Testzentren

Görlitz/Zittau - Betrug mit Corona-Testzentren: Mehrere Verdächtige sollen nicht durchgeführte Corona-Tests bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen abgerechnet haben. Deshalb durchsuchten Polizisten Wohnungen in mehreren Bundesländern. Sachsen war auch darunter. In Zittau gab es einen Einsatz, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Görlitz mitteilten. Ein Mann kam demnach in Untersuchungshaft.

Während der Corona-Pandemie gehörte der Gang zum Testzentrum für viele Menschen zum Alltag. (Archivfoto)  © picture alliance/dpa

Ein 62-Jähriger und eine 28-Jährige sollen von 2021 bis 2023 Corona-Testzentren in Görlitz und Zittau betrieben und nicht durchgeführte Tests abgerechnet haben.

Die Kassenärztliche Vereinigung zahlte infolge ihrer Abrechnungen bis 2022 insgesamt 1,35 Millionen Euro aus, wie Ermittlungen ergaben. Den beiden und weiteren Personen wird unter anderem 58-facher Betrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen.

Während der Pandemie haben zahlreiche Kriminelle die Corona-Hilfen des Bundes sowie laxe Regeln bei der Abrechnung in Corona-Teststationen ausgenutzt.

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Über 1000 Verfahren wurden deutschlandweit gegen verschiedene Testzentren eingeleitet. (Archivfoto)  © picture alliance/dpa

Der Deutsche Richterbund sprach 2021 bundesweit von deutlich mehr als 20.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und über 1200 Verfahren gegen Testzentren, die eingeleitet worden sind.

Sämtliche Ermittlungen dazu sind noch längst nicht abgeschlossen.

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