Dippoldiswalde - Rund 72.000 Schafe wurden 2025 in Sachsen gezählt. Sie sind als vierbeinige Naturschutzhelfer im Einsatz, geben neben Wolle auch Fleisch. Die Krux: Dieses Fleisch sucht man oft vergeblich im Supermarkt und auf Speisekarten. Die ersten sächsischen Weidelamm-Aktionstage wollen nun auf lecker Lamm Lust machen.
"Restaurants, die regionales Weidelamm anbieten, geben nicht nur dem traditionsreichen Schäferhandwerk eine Zukunft, sondern auch den artenreichen Naturwiesen, die auf die Pflege durch Schafherden angewiesen sind", sagt Tom Umbreit (53), Geschäftsführer des Umweltzentrums Dresden.
Er initiierte zusammen mit der Bio-Regio-Modellregion Oberes Elbland die Aktionstage.
Ihr Ansatz: regionale Wertschöpfung und Naturschutz mit Genuss zusammenbringen. Sechs Schaf- und Ziegenbetriebe sowie 16 Restaurants beteiligen sich.
Sie haben bis zum 15. November auf ihren Karten Lamm-Delikatessen aus der "Nachbarschaft".
Schäferin Manja Drutschmann (44) aus Reichstädt (bei Dippoldiswalde) lobt die Initiative, verbindet damit Hoffnungen: "Uns fehlen fürs Fleisch Vermarktungsstrukturen. Es würde uns helfen, wenn heimische Restaurants mehr Interesse an unseren Produkten hätten und wird sie beständig beliefern könnten."