Bautzen - Das Stromnetz der Lausitz wird zukunftsfest gemacht.
Der Versorger SachsenEnergie bekam am Mittwoch in Bautzen einen Scheck über 20,1 Mio. Euro EU-Fördermittel für den Ausbau und die Sanierung von Trassen, Umspannwerken und Anschlüssen ausgereicht.
Die Finanzspritze ergänzt das 2025 vereinbarte 400-Millionen-Euro-Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) und Eigenmittel des Versorgers für den Netzausbau in Ostsachsen und insbesondere in der Lausitz.
Die SachsenEnergie hat sich das Ziel gesetzt, das regionale Verteilnetz in ein Einspeisenetz umzumodeln. Der Versorger trägt damit der Energiewende Rechnung.
Perspektivisch wird die Zahl der Solaranlagen und Windparks noch zunehmen, die Strom ins Netz einspeisen wollen.
Strukturwandel wird vor Ort flankiert
Frank Brinkmann (59) sprach als SachsenEnergie-Vorstandsvorsitzender in diesem Zusammenhang "von einem der größten Infrastrukturprogramme in der Unternehmensgeschichte".
Mit den Investitionen in die Energieversorgung wird der Strukturwandel vor Ort flankiert. Die Vision heißt: Klimaneutralität.
Mit Blick auf die jüngsten Anschläge auf die Stromversorgung in Brandenburg und NRW forderte Brinkmann, dass Beschränkungen durch die Datenschutzgrundverordnung für Betreiber von sogenannter kritischer Infrastruktur gelockert werden.
Der SachsenEnergie-Boss hat dabei vor allem den effektiven Objektschutz mithilfe von Kameratechnik im Blick. "Es kann nicht sein, dass die Rechte eines Spaziergängers höher bewertet werden als die Versorgungssicherheit tausender Haushalte. Das ist völlig irre. Wir legen uns da selber lahm."