Großenhain - Nach dem Blitz-Abriss dauert's nun länger! Die neue Brücke an der B101 bei Großenhain (Landkreis Meißen) wird später fertig als geplant.
Ursprünglich sollte die Freigabe der Bahn-Querung Ende des Jahres erfolgen. Doch dieser Zeitplan kann nicht gehalten werden. Stattdessen verschiebt sich die Fertigstellung auf das Frühjahr 2027, wie das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mitteilte.
Demnach gibt es Verzögerungen bei den Asphaltarbeiten, der Abdichtung und dem Einbringen des Betons. "Diese Arbeiten können nur bei geeigneten Temperaturen und trockener Witterung ausgeführt werden", so das LASuV. Während des Winters müsse die Baustelle pausieren.
Bis dahin werde der Brückenüberbau vervollständigt, eine durchgehende Betonschicht eingebracht, die Brückenausstattung (Geländer, Berührungsschutz, Leitplanken) an- und der Straßenbelag aufgebracht.
"Beim Neubau dieser Brücke zeigt sich, dass selbst bei einer noch so guten Steuerung und Planung eines Infrastrukturprojekts vor Ort Bedingungen auftreten können, die ein Nachjustieren erforderlich machen. Das ist Ausdruck der komplexen Realität auf der Baustelle", sagt LASuV-Präsidentin Gabriele Ladewig (61).
Weil der berühmt-berüchtigte Hennigsdorfer Spannstahl im Inneren erheblich geschädigt war, musste die vorherige Brücke im Dezember 2024 dem Erdboden gleichgemacht werden. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 6,8 Millionen Euro – finanziert aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland.