Nest gefunden, Gefahr gebannt: Hier hatte es sich die asiatische Hornisse in Sachsen gemütlich gemacht

Von André Jahnke

Leipzig - Nach der ersten Sichtung der Asiatischen Hornisse in Sachsen ist das Nest in Leipzig entdeckt und am Dienstag entfernt worden. Es habe in 14-Metern-Höhe in einer Lärche auf einem Kirchengrundstück im Stadtteil Grünau gehangen, sagte Michael Hardt, Vorsitzender des Landesverbandes sächsischer Imker.

Das Nest in Leipzig war zum Glück noch nicht fertig. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa

Demnach näherten sich Experten mit Spezialanzügen dem Nest und entfernten es mit Hilfe einer Feuerwehrdrehleiter. Das Nest war noch im Aufbau, voraussichtlich nur zwei, drei Wochen alt.

Laut Hardt kam die Entdeckung noch gerade zur rechten Zeit. Denn im Spätherbst fliegen aus dem Nest im Durchschnitt 300-500 Jungköniginnen aus. Diese überwintern in Verstecken und gründen im Folgejahr jeweils eigene neue Staaten.

Diese Vermehrung sei nun verhindert worden. 

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Wie die "Sächsische Zeitung" berichtete, wurden vor knapp zwei Wochen sogenannte Dochttöpfe mit einer Mischung aus Schwarzbier, süßem Wein und Sirup aufgestellt. So lockte man die Hornissen an, folgte ihnen und konnte schließlich eingrenzen, wo das Nest sich befindet.

Die Asiatische Hornisse ist kleiner als ihre europäische Verwandte, dafür aber aggressiver. Zudem ist sie etwas dunkler. Ursprünglich ist sie in Südostasien zu Hause, wurde aber vermutlich über Importwaren nach Europa eingeschleppt. In Deutschland war sie laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) 2014 erstmals in der Nähe von Karlsruhe nachgewiesen worden.

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Asiatische Hornissen verhalten sich laut Landesamt in der Regel defensiv. Wenn ihr Nest gefährdet sei, könnten sie aber ein starkes Abwehrverhalten zeigen. Man solle daher immer einen Abstand von fünf Metern zu Nestern einhalten. Für Honigbienenvölker kann die Hornisse aber zum Problem werden, da sie die Bienen jagt.

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