Parteien fordern eine neue Strategie für die Geburtshilfe

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Dresden - Immer weniger sächsische Krankenhäuser betreiben eine Entbindungsstation. Seit 1991 sank deren Zahl wohl von 54 auf 34. Weitere Kreißsaal-Schließungen in Kamenz (am Jahresende) und Zschopau sind geplant. Ein breites Parteien-Bündnis mit CDU, SPD, den Grünen und den Linken fordert darum jetzt im Landtag eine Gesamtstrategie für die Geburtshilfe.

Willkommen, kleiner Mensch! Die Strategie soll auch Impulse zur Stabilisierung bestehender Strukturen geben. (Symbolfoto)
Willkommen, kleiner Mensch! Die Strategie soll auch Impulse zur Stabilisierung bestehender Strukturen geben. (Symbolfoto)  © 123RF

Der entsprechende Antrag steht auf der Tagesordnung der Plenarsitzung am 5. November. Er entstand auf Grundlage früherer Anträge von Grünen und Linken.

Im Kern soll beschlossen werden, dass sich eine Arbeitsgruppe gründet, die bis Ende März erste Ergebnisse vorlegt und bis Ende 2027 eine Strategie für die Geburtshilfe im Freistaat entwickelt.

"Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie die Geburtshilfe unter Kostendruck immer weiter ausgedünnt wird. Wenn Geburtsstationen schließen, werden die Wege für Schwangere länger - und die wohnortnahe Versorgung gerät in Gefahr", betonte Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert (44).

"Sachsen darf nicht noch mehr Kreißsäle verlieren, ohne Alternativen zu schaffen. Auch wenn die Geburtenzahl sinkt, verdienen alle Familien im ganzen Land die Sicherheit, dass sie rechtzeitig eine qualifizierte Einrichtung erreichen können", unterstrich Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (48).

Titelfoto: 123RF

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