Bad Schandau - Die Zeitumstellung am Sonntag hatte so ihre Tücken. Zwar ist es morgens wieder schön hell, doch die Dunkelheit bricht umso früher am Nachmittag herein. Das bekam auch eine sechsköpfige Familie zu spüren, die in der Sächsischen Schweiz unterwegs war.
Wie Dr. Kai Kranich, der Sprecher der Bergwacht Sachsen, im Gespräch mit TAG24 bestätigte, brach die Familie bestehend aus vier Erwachsenen und zwei Kindern am Sonntag aus Bad Schandau zu einer Wanderung auf.
Jedoch kamen sie auf ihrem Rückweg von der Emmabank vom Weg ab und gerieten in Höhe des Wolfsgrabens in unwegsames Gelände. Zudem brach die Dämmerung hinein, wodurch die Orientierung immer schwieriger wurde.
Die Familie sah keine andere Wahl, als gegen 18 Uhr den Notruf zu wählen. Knapp eine Stunde später erreichten die Einsatzkräfte der Bergwacht schließlich die Familie im Wolfsgraben.
Ein Familienmitglied, eine ältere Frau, war beim Eintreffen der Bergwacht bereits deutlich unterkühlt und hatte leichte Schürfwunden. Eine medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst war allerdings nicht vonnöten.
Der Bergwacht-Sprecher mahnt, dass Wanderer - insbesondere jetzt nach der Zeitumstellung - die hereinbrechende Dunkelheit bei ihrer Routenplanung beachten sollen.
Hubschraubereinsatz am Rauenstein
Die Rettung am Sonntag war jedoch nicht der einzige Einsatz der Bergwacht am vergangenen Wochenende. Am Freitag fiel ein 86-jähriger Wanderer auf dem Rauenstein mehrfach in Ohnmacht, woraufhin Ersthelfer die Retter alarmierten. Glücklicherweise war der Rettungshubschrauber Christoph 62 gerade aufgrund eines anderen Einsatzes in der Nähe und konnte somit schnell am Einsatzort sein.
Nachdem der Wanderer gesichert werden konnte, wurde er mithilfe der Hubschrauberwinde gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.