Schluckspechte aus dem Osten: Sachsen hängt sogar Bayern beim Bierkauf ab

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München/Dresden - Sachsen sind beim Saufen Spitze. Nirgendwo geht Bier so häufig über den Ladentisch wie im Freistaat. Diese Biermarken werden in Sachsen am liebsten gekauft.

Statistisch gesehen trinken die Menschen im Freistaat im bundesweiten Vergleich besonders viel Bier. Das zeigt sich auch an der Kasse.
Statistisch gesehen trinken die Menschen im Freistaat im bundesweiten Vergleich besonders viel Bier. Das zeigt sich auch an der Kasse.  © 123RF

Bei fast jedem zehnten Einkauf zwischen Görlitz und Plauen steht Bier auf dem Kassenzettel. Das geht aus einer Auswertung von rund zwei Millionen Kassenbons der Plattform "marktguru" hervor.

Demnach liegt der Anteil mit einer Bierposition in Sachsen bei 9,17 Prozent. Das ist Platz eins! Bayern (6,09 Prozent) landet "nur" auf Platz 16, Schlusslicht ist Hessen (5,71 Prozent).

Ganz oben auf sächsischen Einkaufslisten steht danach mit einem Anteil von 10,2 Prozent Ur-Krostitzer, das in der gleichnamigen Gemeinde nördlich von Leipzig gebraut wird.

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Aber Sachsen probieren gern: "Unsere Analyse zeigt ein differenziertes Bild: Die Menschen kaufen hier häufiger Bier als im Bundesdurchschnitt, bleiben aber seltener nur einer einzigen Marke treu", sagt marktguru-Geschäftsführer Patrick Dainese.

Nur jeder sechste sächsische Bierkäufer greift immer zur selben Marke. Bundesweit liegt die Quote bei 18,3 Prozent.

Spitzenplatz beim Bierkauf für Sachsen!
Spitzenplatz beim Bierkauf für Sachsen!  © Marktguru
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Sachsen liegt beim Bierabsatz auf Platz vier

Große Auswahl: Laut dem Portal biermap24.de bietet der sächsische Lebensmittelhandel rund 350 verschiedene Biere an.
Große Auswahl: Laut dem Portal biermap24.de bietet der sächsische Lebensmittelhandel rund 350 verschiedene Biere an.  © IMAGO/Gottfried Czepluch

Auf den Plätzen drei bis vier des Kassenbon-Rankings folgen fast gleichauf Lübzer (6,1 %), Krombacher (6,0 %) und Radeberger (6,0 %). Aber welche Aussagekraft hat die Liste?

Maßgeblich sei nicht nur das Wie-oft, sondern auch das Wie-viel, so Thomas Gläser, Geschäftsführer des sächsischen Brauerbunds. "Es kommt mithin vor allem auch auf die durchschnittliche Menge je Einkauf an. Allein die Häufigkeit der Einkäufe hat daher wenig Aussagegehalt."

Deutlich wird das mit Blick auf den Bierabsatz. Dabei lag Sachsen im Ländervergleich laut Statistischem Bundesamt 2025 mit 3,6 Millionen Hektolitern nach Niedersachen auf Platz vier. Spitzenreiter ist Bayern (13,88 Mio. Hektoliter).

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Wenn an diesem Wochenende das Münchner Oktoberfest startet, läuft nicht nur der Bierhahn in den Festzelten heiß. Auch überall sonst wird etwas mehr Bier konsumiert als im restlichen Jahr (+1,5 Prozent).

Das gilt übrigens für alle Bundesländer.

Top 10 der meistverkauften Markenbiere in Sachsen

  • Platz 1: Ur-Krostitzer (10,2 Prozent)
  • Platz 2: Lübzer (6,1 Prozent)
  • Platz 2: Krombacher (6,1 Prozent)
  • Platz 4: Radeberger (6,0 Prozent)
  • Platz 5: Freiberger (5,5 Prozent)
  • Platz 6: Hasseröder (5,0 Prozent)
  • Platz 7: Feldschlößchen (4,0 Prozent)
  • Platz 8: Beck's (3,9 Prozent)
  • Platz 9: Paulaner (3,0 Prozent)
  • Platz 10: Sternburg (2,6 Prozent)

Das Ranking berücksichtigt nur Markenbiere. Würde man die Eigenmarken der Handelsketten einbeziehen, käme Perlenbacher (Lidl) auf Platz fünf und Schloss (Netto) auf Platz sieben.

Titelfoto: 123RF

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