Schon drei Tage im Einsatz: Polizei sucht weiter nach Sprengsätzen in Ostsachsen
Von Andreas Hummel
Görlitz - Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz in Ostsachsen dauert der Polizeieinsatz dort an. Die elektrische Infrastruktur werde weiter abgesucht, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz am Sonntag auf Anfrage mit.
Der größere Einsatz, der schon seit Freitag läuft, könnte im Laufe des Tages beendet werden, hieß es. Dann werde abschließend informiert.
Am Samstag hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zu Brandenburg gefunden wurden.
"Diese sollten Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen", informierten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Zu einem Schaden am Stromnetz sei es nicht gekommen, auch bestehe keine Gefahrenlage für die Bevölkerung, hieß es.
Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll.
Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg und Sachsen. Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und NRW hatten am Sonnabend einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48-Jährigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise.
Titelfoto: Jürgen Lösel/dpa
