Spezialkräfte machen Jagd auf IS-Terroristen in Sachsen: Zwei Festnahmen
Dresden/Königstein - Im Zuge von Durchsuchungsmaßnahmen in Sachsen wurden zwei mutmaßliche IS-Terroristen aus dem Irak festgenommen.
Zwischen Dienstag und Donnerstag schwärmten Spezialkräfte der Generalstaatsanwaltschaft und des Landeskriminalamts nach Dresden und Königstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) aus, um die Wohnungen zweier irakischer Staatsbürger (27 und 33 Jahre alt) zu durchsuchen.
Die beiden Tatverdächtigen sollen zwischen Anfang 2016 und Mitte 2017 für die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) gegen Bezahlung gekämpft haben, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Beider Iraker wurden festgenommen und sitzen seither in Haft. Die Ermittlungen dauern weiter an.
"Die verfolgten Tathandlungen aller Beschuldigten haben nach derzeitigem Erkenntnisstand im Irak stattgefunden und eine Einreise nach Deutschland erfolgte nach den vorgeworfenen Taten", erklärte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft auf TAG24-Anfrage.
Wann genau die beiden mutmaßlichen IS-Kämpfer nach Deutschland eingereist sind, könne die Generalstaatsanwaltschaft aufgrund der laufenden Ermittlungen sowie des Persönlichkeitsschutzes jedoch nicht sagen.
Mutmaßliche IS-Terroristen in Sachsen: Bereits die fünfte Festnahme seit Jahresbeginn
Im Zuge der Hausdurchsuchungen wurden unter anderem Handys und Computer der mutmaßlichen Islamisten einkassiert. Die Auswertung der Daten dauert ebenfalls noch an. An den Einsätzen waren auch Spezialkräfte des Polizeilichen Terrorismus Abwehrzentrums (PTAZ) des LKA Sachsens beteiligt.
Zwischen April und Mai dieses Jahres wurden in Plauen, Chemnitz und Leipzig bereits drei weitere irakische Staatsbürger festgenommen, die für den IS gekämpft haben sollen.
Titelfoto: Khalid Mohammed/AP/dpa Bildinfos anzeigen
