Nach Horrorunfall von Biesenthal: Warum verunglücken gerade jetzt so viele Simson-Fahrer?

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Döbeln/Wilsdruff - Vier junge Menschen tot, Mopeds völlig zerstört: Der tödliche Unfall bei Biesenthal in Brandenburg hat viele Menschen zutiefst erschüttert. Ein Autofahrer wollte auf einer Landstraße mehrere Fahrzeuge überholen und stieß dabei mit drei entgegenkommenden Mopeds zusammen. Drei Teenager und eine 14-jährige Mitfahrerin starben noch an der Unfallstelle. Auch in Sachsen krachte es jetzt gleich zweimal zwischen Autos und Mopeds. In Döbeln und Wilsdruff wurden Mopedfahrer teils schwer verletzt.

In Döbeln geriet ein Moped unter die Räder.
In Döbeln geriet ein Moped unter die Räder.  © EHL Media/Justin Kurowski

In Döbeln kollidierten am Dienstagabend im Bereich eines Kreisverkehrs ein VW Golf und eine S51. Durch den Aufprall geriet das Moped unter die Frontstoßstange des Autos und wurde eingeklemmt. Die Simson-Fahrerin (17) wurde leicht verletzt.

Bereits Dienstagvormittag war es in Kesselsdorf bei Wilsdruff zu einem Unfall gekommen. Nach Angaben der Polizei übersah ein Passat-Fahrer (70) an der Kreuzung eine von rechts kommende S51. Der Mopedfahrer und sein Mitfahrer (beide 17) wurden schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer erlitt einen Schock.

Doch warum häufen sich solche Meldungen gerade jetzt? Und wie lassen sich solche Unfälle verhindern? Florian Wagner (41) vom ADAC Sachsen sieht alle Verkehrsteilnehmer in der Pflicht.

Unfall auf Staatsstraße in Sachsen: Zwei Verletzte
Sachsen Unfall Unfall auf Staatsstraße in Sachsen: Zwei Verletzte

"Es geht wirklich ums Sehen und Gesehenwerden", sagt er. Mopedfahrer sollten bei Dunkelheit helle, reflektierende Kleidung tragen und neben dem Helm auch Schutzkleidung nutzen.

Autofahrer müssten besonders bei Überholmanövern vorsichtig sein und jederzeit mit langsameren Zweirädern rechnen.

In Wilsdruff kam es zu einem heftigen Crash mit einem Moped.
In Wilsdruff kam es zu einem heftigen Crash mit einem Moped.  © Roland Halkasch
Ein Hubschrauber brachte die verunfallten Moped-Fahrer ins Krankenhaus.
Ein Hubschrauber brachte die verunfallten Moped-Fahrer ins Krankenhaus.  © Roland Halkasch

Gerade die jetzige Jahreszeit sei besonders gefährlich

Florian Wagner (41) vom ADAC Sachsen sieht alle in der Verantwortung.
Florian Wagner (41) vom ADAC Sachsen sieht alle in der Verantwortung.  © ADAC / Juergen Loesel

Auch die Jahreszeit spielt laut Wagner eine Rolle. "Nasse Straßen, Laub und bald mögliche Minusgrade können die Fahrt gefährlicher machen." Zudem werde es früher dunkel, während die tatsächliche Sichtbarkeit oft unterschätzt werde.

Sein Rat: vorausschauend fahren und immer damit rechnen, dass andere Verkehrsteilnehmer schwer zu erkennen sind.

Titelfoto: Fotomontage/EHL Media/Justin Kurowski/Roland Halkasch

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