Kunden-Wutwelle gegen Möbelmarkt im Vogtland: Chefin räumt Fehler ein

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Oelsnitz/V. - Verschobene Liefertermine, Mängel und ausstehende Rückzahlungen: Kunden des "Möbel Markt Oelsnitz" (MMO) im Vogtland beschwerten sich bei der Verbraucherzentrale. Die Geschäftsführung räumt Fehler ein.

Kunden beschweren sich über Lieferverzögerungen vom "Möbel Markt Oelsnitz".
Kunden beschweren sich über Lieferverzögerungen vom "Möbel Markt Oelsnitz".  © Kristin Schmidt

Eine der frustrierten Kundinnen ist Frau L.: Sie kaufte im September 2025 eine Küche, die erst im März 2026 eingebaut wurde. Danach fand sie zahlreiche Mängel. Nachbesserungstermine seien wiederholt verschoben worden.

Auch nach ihrem Rücktritt vom Kaufvertrag blieb die zugesagte Rückzahlung aus. "Nach monatelangen Problemen mit Lieferung und Mängelbeseitigung sollte zumindest eine vereinbarte Rückabwicklung zuverlässig funktionieren", kritisiert Heike Teubner von der Beratungsstelle Auerbach.

"MMO"-Geschäftsführerin Sylvia Kießling (51), die den Laden mit ihrem Mann Arndt führt, räumt gegenüber TAG24 Probleme ein: "Die Kommunikation war schlimm." Kunden hätten keine richtigen Informationen und dadurch Angst bekommen.

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Der Grund für die Lieferprobleme liege in mehreren Ausfällen. Drei der sechs Monteure seien ausgefallen, zudem sei ein Lkw in der Werkstatt gewesen. Eine verschobene Herstellerlieferung habe die gesamte Planung um acht Wochen verzögert.

Heike Teubner von der Verbraucherzentrale Auerbach.
Heike Teubner von der Verbraucherzentrale Auerbach.  © David Rötzschke

Weitere Lieferschwierigkeiten seit Ende Juni

"Möbel Markt Oelsnitz"-Chef Arndt Kießling in der Möbelausstellung.
"Möbel Markt Oelsnitz"-Chef Arndt Kießling in der Möbelausstellung.  © Kristin Schmidt

"Das ist mein Fehler, den habe ich teuer bezahlt. Ich kann ihn nicht rückgängig machen." Seit Ende Juni gebe es zudem weitere Lieferschwierigkeiten der Hersteller.

Die Anzahlungen seien in bereits gekaufte und eingelagerte Küchengeräte geflossen. Rückzahlungen habe Arndt teils aus Firmentasche geleistet. Die weitere Abwicklung laufe über die Versicherung.

Die Konsequenz? Die "MMO"-Chefs wollen von Herstellern unabhängig werden und Küchen künftig selbst produzieren.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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