Mega-Summe versprochen, eiskalt abgezockt: Diese Gebührenfalle solltet Ihr kennen

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Treuen - Das klang zu schön, um wahr zu sein! Ein Mann aus Treuen (Vogtland) sollte fast eine halbe Million Euro aus der Türkei bekommen. Doch bevor er das Geld zu Gesicht bekommen sollte, musste der Treuener selbst eine hohe Summe in die Türkei überweisen. Die Verbraucherzentrale warnt vor der betrügerischen Masche.

Viel Geld versprochen und eiskalt abgezockt! Betrüger versuchen aktuell mit offenbar gefälschten Mails des türkischen Finanzministeriums, ahnungslose Menschen auszunehmen. (Symbolfoto)
Viel Geld versprochen und eiskalt abgezockt! Betrüger versuchen aktuell mit offenbar gefälschten Mails des türkischen Finanzministeriums, ahnungslose Menschen auszunehmen. (Symbolfoto)  © 123RF/cobzistani

Die E-Mail dürfte wohl jeden sprachlos machen: Mehr als 462.000 Euro sollte der Mann aus Treuen vom türkischen Staat bekommen.

"Die angebliche Auszahlung sei bereits geprüft und bestätigt, heißt es in dem offiziell anmutenden Schreiben des türkischen Finanzministeriums", teilt die Verbraucherzentrale mit. Auch die Bankverbindung des Vogtländers stimmte tatsächlich - alles wirkte täuschend echt.

Der Haken: Bevor die Mega-Summe aus der Türkei überwiesen werden kann, sollte der Mann aus Treuen eine "regulatorische Kommission" von 1,37 Prozent zahlen. Konkret ging es um 6332 Euro, die er vorab in die Türkei überweisen sollte, um die Zahlung auszulösen.

"Zur Begründung beruft sich das Schreiben auf das türkische Bankengesetz. Die Gebühr sei verpflichtend und müsse vor der Auszahlung entrichtet werden, damit der vollständige Betrag überwiesen werden könne", so die Verbraucherzentrale.

Verbraucherzentrale warnt: Geld nach Überweisung höchstwahrscheinlich futsch

Heike Teubner von der Verbraucherzentrale warnt vor der Gebühren-Masche.
Heike Teubner von der Verbraucherzentrale warnt vor der Gebühren-Masche.  © David Rötzschke

Alles offenbar Betrug! Die Experten warnen vor derartigen Zahlungen. "Wenn vor einer angeblichen Auszahlung zunächst mehrere Tausend Euro überwiesen werden sollen, ist höchste Vorsicht geboten", warnt Heike Teubner, Beratungsstellenleiterin in Auerbach.

Denn: Die versprochene Mega-Summe wird es vermutlich niemals geben. "Wer die 6332 Euro überweist, muss mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, anschließend weder die versprochenen 462.000 Euro noch sein Geld für die angebliche Gebühr zurückzuerhalten", heißt es. Ob der Mann das geforderte Geld wirklich überwiesen hat, ist unklar.

Die Verbraucherzentrale rät allerdings dringend davon ab, Vorauszahlungen für eventuelle Geldversprechen zu leisten. Im Zweifel sollte man sich beraten lassen. Termine bei der Verbraucherzentrale sind online oder unter 0341/6962929 möglich.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/cobzistani, David Rötzschke

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