Röhrsdorf (Dohna) - Der bekannte Sächsisch-Böhmische Bauernmarkt in Röhrsdorf bekommt einen neuen Namen: Künftig soll das Areal "Apfelhof Dohna" heißen. Der neue Eigentümer Jörg Schiekel (40) hat mit dem Gelände Großes vor und möchte daraus ein attraktives Ausflugsziel machen. TAG24 hat mit ihm über seine Pläne gesprochen.
Wie der Dohnaer Unternehmer, der seit dem 1. August offiziell Eigentümer des Areals ist, gegenüber TAG24 mitteilt, bekommt der bekannte Bauernmarkt nicht nur einen neuen Namen.
Künftig soll aus dem Gelände ein Ausflugsziel für die ganze Familie werden - mit Gastronomie, regionalem Handel, Veranstaltungen und neuen Freizeitangeboten.
"Ich wollte der Region etwas zurückgeben", betont Schiekel. Der Geschäftsführer wohnt selbst in unmittelbarer Nähe des Areals und ist zudem Mitglied des Dohnaer Stadtrats.
Mit dem neuen Namen "Apfelhof Dohna" will er auch die Verbindung zur Region deutlich machen. Röhrsdorf und Borthen gelten als traditionsreiche Apfelanbaugebiete mit zahlreichen Apfelplantagen.
Als Vorbild nennt Schiekel die Karls Erlebnis-Dörfer, bei denen sich alles um die Erdbeere dreht. Eine kleinere Version dieses Konzepts schwebt ihm auch für Dohna vor - allerdings mit dem Apfel im Mittelpunkt. Dazu gehört auch ein eigenes Maskottchen: das "Apfellinchen".
"Wir wollen einen Ort für Kinder und Familien schaffen, an dem sich alle wohlfühlen und gerne Zeit verbringen. Während die Eltern im Eiscafé oder Restaurant sitzen, können die Kleinen spielen und sich austoben", so der Unternehmer.
Eine Adventure-Minigolfanlage ist geplant
Ein neues Highlight auf dem Gelände soll die geplante Adventure-Minigolfanlage werden. Die Eröffnung ist derzeit für März 2027 vorgesehen. Auf insgesamt 15 Bahnen soll dann ein weitgehend automatisiertes Minigolf-Erlebnis möglich sein - ohne vorherige Anmeldung und mit automatischer Schlägerausgabe.
Für die einzelnen Bahnen werden derzeit noch Paten gesucht. Damit möchte Schiekel insbesondere Unternehmen aus der Region eine Möglichkeit geben, sich auf dem Gelände zu präsentieren.
Was genau die Besucher auf der Anlage erwartet, möchte Schiekel noch nicht verraten. Ein Detail gibt er allerdings schon preis: Geplant sind unter anderem Holzkugelbahnen. Ansonsten hält sich der 40-Jährige noch bedeckt: "Ein bisschen Spannung soll noch bleiben."
Insgesamt sind Investitionen in Millionenhöhe geplant.
Das bisherige Angebot bleibt bestehen
Neben den neuen Freizeitangeboten soll auch der Bereich für Veranstaltungen künftig mehr bieten. Der frisch sanierte Festsaal steht für Hochzeiten, Familien- und Firmenfeiern zur Verfügung. Bis zu 150 Personen finden dort Platz.
Auch Übernachtungen sollen künftig möglich sein. Die Zimmer befinden sich derzeit noch im Bau und nach aktueller Planung ab April 2027 zur Verfügung stehen.
Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Auf dem Areal soll am 25. September das Bäckerei-Café wiedereröffnen. Geplant sind frische Backwaren sowie ein Café-Angebot der Traditionsbäckerei Greife aus Freital. Für eine weitere Gastronomiefläche wird derzeit noch ein Betreiber gesucht.
Trotz der vielen Neuerungen werde der ursprüngliche Charakter des Standorts erhalten bleiben. Die bisherigen Angebote bleiben Teil des Konzepts. Becks Obstscheune, die Landfleischerei Struppen und der Bunte Markt mit regionalen Produkten werden weiterhin auf dem Gelände zu finden sein.
Schiekel betont: "Der Bauernmarkt verschwindet nicht. Er wird größer."
Weitere Informationen gibt es auf der Website vom "Apfelhof Dohna".