Wirbel in Heidenau: Bürgermeisterin verteidigt den Stolperstein-Beschluss
Heidenau - Die Entscheidung gegen die Verlegung weiterer Stolpersteine in Heidenau sorgte für bundesweite Kritik. Nun äußert sich die Bürgermeisterin.
"Der Stadtratsbeschluss bedeutet weder, dass in Heidenau nicht mehr erinnert werden soll, noch dass bestehende Stolpersteine entfernt werden sollen", sagt Conny Oertel (50, parteilos).
In dem fraktionsübergreifenden Beschlussantrag gemeinsam mit dem "Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie" hatten Vertreter von AfD und CDU gefordert, solche Stolpersteine "im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich" künftig abzulehnen.
Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so "dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist".
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"Wir wollen uns aktiv mit der Frage beschäftigen, wie wir in unserer Stadt einen würdigen Ort des Erinnerns schaffen und das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sichtbar halten und weiterentwickeln können", so Oertel.
Die Bürgermeisterin ruft dazu auf, miteinander über die verschiedenen Möglichkeiten zu diskutieren.
Titelfoto: Montage: Hendrik Schmidt/dpa, Daniel Förster