18-Tonnen-Riese für Zwickau: Neue Ballsporthalle wächst jetzt in die Höhe
Zwickau - Was für ein Koloss! Am Dienstagmorgen rollte die erste riesige Betonstütze für die neue Ballsporthalle in Zwickau-Neuplanitz auf einem Tieflader an. Das Bauteil ist stolze 13 Meter hoch und bringt rund 18 Tonnen auf die Waage. Damit ist auf der Baustelle endgültig Schluss mit flach: Zwickaus neuer Sporttempel wächst jetzt sichtbar in die Höhe.
Die Stütze ist erst der Anfang. Insgesamt sollen laut Rathaus 64 dieser tragenden Riesen aufgestellt werden, 18 kleinere Exemplare sind für die Tribünen vorgesehen. Stück für Stück entsteht so das Skelett der Halle.
Ende März 2027 sollen die Betonwände folgen, danach werden das Dach montiert und der Innenausbau angepackt.
Hinter den grauen Betonpfeilern steckt ein großer Traum: Die neue Dreifeldhalle bekommt eine Spielfläche von 45 mal 27 Metern und Platz für rund 1500 Zuschauer. Zwei Längstribünen und eine Quertribüne sollen künftig bei Bundesliga-Spielen für Stimmung sorgen. Dazu kommen Umkleiden, Geräteräume sowie moderne Sanitär- und Technikbereiche.
Vor allem die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau warten sehnsüchtig auf ihre neue Heimat. Bislang müssen sie ihre Bundesliga-Heimspiele in der deutlich größeren Sparkassen-Arena austragen. Das kostet gut 20.000 Euro pro Partie. Den Löwenanteil davon übernimmt die Stadt.
Doch die Halle ist nicht allein für den Profisport gedacht. Auch Schulen, Vereine und Freizeitsportler sollen dort trainieren und Wettkämpfe austragen können.
Neubau soll rund 15,5 Millionen Euro kosten
Der Weg bis zur ersten Stütze war lang. Bereits 2017 fasste der Stadtrat den Grundsatzbeschluss. Es folgten jahrelange Planungen, eine umstrittene Ausschreibung und der Einspruch eines unterlegenen Bieters. Erst im März war der Weg endgültig frei, im August erfolgte der erste Spatenstich.
Rund 15,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Der Freistaat Sachsen steuert rund sechs Millionen Euro bei. Auch optisch soll die Arena ein Hingucker werden: Der Haupteingang erhält eine Glasfassade mit einem stilisierten Ballmotiv.
Wenn alles nach Plan läuft, ist die Halle im Dezember 2027 fertig.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)
