Blitz für Kids: Schulkinder nehmen Raser ins Visier
Limbach-Oberfrohna - Am Montag startete die zweiwöchige Verkehrssicherheits-Aktion "Blitz für Kids". Symbolischer Auftakt war an der Grundschule Kändler in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau).
Bevor es ans Messen ging, erklärte Innenminister Armin Schuster (64, CDU) den Kindern: "Ihr seid noch sehr klein - dann sehen Euch die Autofahrer nicht. Daher müssen wir sie auf Euch aufmerksam machen."
Polizeihauptmeister Mario Meyer (56) erklärte den DrittklässlerIn, wie die Laserpistole funktioniert. Dann wurde in der 30er-Zone vor der Grundschule gemessen. Dabei durften die Kinder auch selbst durch das Gerät schauen.
Die erfahrenen Verkehrspolizisten zogen Autofahrer raus und lobten oder tadelten sie gemeinsam mit den Kindern. Eine grüne Karte gab es für vorbildliche Autofahrer, eine gelbe für zu schnelle Fahrer.
Schusters Tipp: "Wenn Ihr den Erwachsenen die gelbe Karte gebt, dann guckt Ihr sie streng an!"
Einen Autofahrer, der zwölf Kilometer pro Stunde zu schnell war, ermahnte Polizeiobermeister Tobias Heinicke (40): "Denken Sie in Zukunft daran, hier ist eine Schule!"
Amelie (8), die ihm die gelbe Karte reichte, traute sich nicht, mit dem Fahrer zu reden. "Ich hab zumindest 'Tschüss' gesagt", sagte sie nach der Kontrolle. Dennoch: "Ich fand es cool, dass wir das machen durften."
Insgesamt wurden 71 Fahrzeuge gemessen, 30 von ihnen angehalten. Für sieben Fahrer gab es die gelbe Karte. In dieser Woche kommen Autofahrer mit der mündlichen Verwarnung der Kinder davon – erst in der nächsten Woche werden Verstöße konsequent geahndet.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)
