Denkmalpflege-Preis: Sächsin für ihre Liebe zum Detail ausgezeichnet

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Crimmitschau - Mit viel Liebe zum Detail widmet sich Anja Bachmann (48) seit mehr als 18 Jahren der Restaurierung historischer Objekte. Nun zahlt sich die jahrelange Detailarbeit aus.

Von klein bis groß restaurieren Anja Bachmann (48) und ihr Mann Jörg John (49) historische Objekte.
Von klein bis groß restaurieren Anja Bachmann (48) und ihr Mann Jörg John (49) historische Objekte.  © Uwe Meinhold

Ihr "Restaurierungsatelier Blankenhain" hat den ersten Platz des Denkmalpflege-Preises des sächsischen Handwerks gewonnen. Prämiert wurde die Restaurierung von fünf historischen Räumen im Schloss Wernigerode. Rund 40 Bewerbungen waren eingegangen. Die Preise wurden am Freitagabend auf der Leipziger Messe verliehen.

Für Inhaberin Anja Bachmann ist der Preis eine besondere Anerkennung: "Wir haben sehr viel Liebe, Energie und Detailtreue in unsere Arbeit gesteckt. Das zahlt sich jetzt aus."

Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie das Atelier in Blankenhain-Crimmitschau seit 2008.

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Ihre Begeisterung für die Restaurierung entdeckte sie bereits in der Schulzeit: "Seit der neunten Klasse war das mein Weg, den ich strikt verfolgt habe." Nach einer Tischlerlehre studierte sie Restaurierung mit Schwerpunkt Holz.

"Ich kann mir keine bessere und abwechslungsreichere Arbeit vorstellen", sagte Bachmann.

Jörg John schraubt eine Verzierung einer noch unrestaurierten Kommode ab.
Jörg John schraubt eine Verzierung einer noch unrestaurierten Kommode ab.  © Uwe Meinhold

Herausfordernde Restaurierungsarbeiten im Schloss Wernigerode

Das Foto zeigt die abgeschlossene Restaurierung der Renaissance-Wandverkleidung im Schloss Wernigerode.
Das Foto zeigt die abgeschlossene Restaurierung der Renaissance-Wandverkleidung im Schloss Wernigerode.  © Restaurierungsatelier Blankenhain

Der Auftrag im Schloss Wernigerode war bislang der größte für das Atelier. Von Dezember 2022 bis Januar 2024 restaurierte das fünfköpfige Team historische Parkett- und Dielenböden, Wandvertäfelungen, Türen und geschnitzte Ausstattungsdetails.

Besonders die stark beschädigten Böden und Wandverkleidungen blieben Bachmann in Erinnerung: "Es war eine schöne, aber auch herausfordernde Aufgabe, das alles wieder sichtbar zu machen."

Die Jury lobte die handwerkliche Qualität und den behutsamen Umgang mit der historischen Substanz.

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"Besonders beeindruckte die Sachkunde und Konsequenz, mit der jede Entscheidung auf den maximalen Erhalt originaler Substanz ausgerichtet wurde", erklärte Jurymitglied Udo Börner.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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